Kleidung der 50er Jahre

Kleidung der 50er Jahre

Die 1940er Jahre standen noch im Zeichen des Zweiten Weltkrieges, der über ganz Europa und weite Teile der Welt hinweggefegt war. Nach den überstandenen Kriegswirren sehnten sich die Menschen zu Beginn der 1950er Jahre allmählich wieder nach Luxusgütern und einem feudalen Leben. Armut und Not waren nach den überstandenen Kriegsjahren nicht mehr an der Tagesordnung. Das Wirtschaftswunder tat ihr Übriges, um die finanziellen Kapazitäten der damaligen Menschen anzukurbeln und für eine positive Veränderung in den Köpfen der Bevölkerung zu sorgen.

Die modischen Highlights der 1950er Jahre für Damen

Die Kleidung der 50er Jahre war geprägt von zahlreichen Gegensätzen – wie etwa Bleistiftröcke auf der einen Seite und Petticoats (also weite Röcke) auf der anderen Seite. Die Bevölkerung wollte die schweren Jahre des Krieges in Vergessenheit geraten lassen und sich wieder an Dingen erfreuen, die nicht dem unmittelbaren Überleben dienten. Frauen wollten gerne wieder als attraktive Wesen wahrgenommen werden und zeigten ihre Kurven gerne in engen Bleistiftröcken. Ungeliebte Pölsterchen und Hüftgold ließen sich hingegen bestens mit einem Petticoat kaschieren.

Mode für die selbstbewusste Dame

Die Mode der damaligen Zeit richtete sich an selbstbewusste Damen von Welt. Hosen verschwanden nahezu vollständig aus den Kleiderschränken der Frauen. Als modische Vorbilder fungierten französische Schauspielerinnen wie Brigitte Bardot oder Marilyn Monroe. Die modischen Zeichen standen ganz im sogenannten „New Look“, der vom Pariser Modeschöpfer Christian Dior kreiert wurde. Frauen griffen vermehrt zu wadenlangen Röcken und entschieden sich für eng anliegende Blusen. Frau betonte damals gerne ihre Hüften und auch die Oberweite sollte zum Blickfang werden. Da auch damals nicht jede Frau über eine Wespentaille verfügte, erfreute sich Mieder neuer Beliebtheit.

Mode für die selbstbewusste Dame

Den Alltag von Frauen bestimmten aus modischer Sicht meistens Zweiteiler in Form von Rock und Bluse. Neue Materialien wie etwa Kunstseide konnten den Modemarkt erobern, denn diese war leicht zu trocknen, knitterfrei und zudem preiswert. Sie konnte maschinell hergestellt werden und so fielen immer mehr Kleidungsstücke aus Kunstseide sehr bunt aus, die zudem viel Glamour und Glanz ausstrahlten.

Junge Mädchen gaben bei ihren Outfits hingegen sehr gerne weiten Röcken und Stöckelschuhen mit Pfennigabsätzen den Vorzug. Ganz groß in Mode kam auch das Tragen von Cocktailkleidern, die zwar sehr kurz, dennoch aber festlich und elegant waren.

Was waren die modischen Höhepunkte der 1950er Jahre für Männer?

Einen großen Einfluss auf die Mode der damaligen Zeit übte sicherlich der Rock ‚n‘ Roll aus. Doch neben der Musik spielten auch zahlreiche Kinofilme eine große Rolle für die zeitgenössische Männermode. Man denke an dieser Stelle nur an Marlon Brando, wie er im Film „Der Wilde“ einen Anführer einer Motorradgang verkörperte. Sein Outfit bestand aus einer Lederjacke und einer Cap-Mütze und der „Rebel“ war das neue modische Vorbild für die junge Nachkriegsgeneration, die unbedingt mit bisherigen Konventionen brechen wollte. Eine hoch gekrempelte Bluejeans, ein weißes T-Shirt, derbe Bikerboots und eine schwarze Motorrad-Lederjacke waren für den Rebel-Style absolut unerlässlich. Den cineastischen Höhepunkt erlebte dieser Modetrend sicherlich im Film „Rebel without a Cause“ (in Deutschland bekannt unter dem Titel „Denn sie wissen nicht, was sie tun“) mit einem charismatischen James Dean in der Hauptrolle.

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Wie es der Titel dieses filmischen Meilensteins erahnen lässt, war auch James Dean in diesem Streifen ganz im Rebel-Style gekleidet, auch wenn er auf eine Lederjacke verzichtete und stattdessen einen roten Blouson mit hochgeschlagenem Kragen trug. Die jungen Männer der damaligen Zeit wollten ihren Idolen auf der Leinwand natürlich modisch in nichts nachstehen und der Rebel-Style war bei der Jugend der angesagte Modetrend über weite Teile der 1950er Jahre hinweg. Die etwas gesetztere Generation hielt sich modisch hingegen eher an damaligen Schauspielgrößen wie Dean Martin oder Frank Sinatra. Ein dreiteiliger Anzug mit Weste, elegante Leder-Schnürschuhe, ein Einstecktuch und eine gemusterte Krawatte – fertig war ein seriöses Outfit, das für viele Männer der damaligen Zeit das modische Nonplusultra darstellte. Dieses Outfit konnte optional noch mit einer Zigarre im Mundwinkel, Hosenträgern und natürlich einem Hut – am besten Bowler oder Fedora – komplettiert werden.

Die Kleidung der 50er Jahre: Nicht komplett ohne Hut

Die Kleidung der 50er Jahre

Überhaupt waren die 1950er Jahre die Zeit der Hüte – jedoch nicht nur für die Herren der Schöpfung, sondern auch die Damen erkannten diese Art der Kopfbedeckung als modisches Accessoire mehr und mehr für sich. Selbstverständlich war bereits damals eine farbliche Abstimmung das A und O für die Modewelt der Damen. Somit musste ein Damenhut zur Handtasche und den Schuhen passen.

Die 1950er Jahre waren zudem das Zeitalter der neuen Stoffe. Kunstfasern und Kunstseide konnten sich in der Modewelt etablieren. An diesen Umstand passte sich auch die Beschaffenheit der Hüte an. Vor allem Damen zeigten bei der Hutauswahl immer mehr Mut zur Farbe und die Mode wurde entsprechend immer bunter und schriller.

Fazit: Tatsächlich war die Modewelt der 1950er Jahre von zahlreichen Gegensätzen gekennzeichnet. Vor allem die junge Generation wollte mit ihrer Kleidung provozieren und trat gerne als Rebell auf. Auf der anderen Seite trugen etwas reifere Herren gerne schicke Anzüge, bei denen jedoch Hüte nicht fehlen durften. Auch bei den Frauen konnte diese Kopfbedeckung einen echten Siegeszug feiern. So waren Hüte auch aus den Kleiderschränken der Damen in den 1950er Jahren kaum mehr wegzudenken. Alles in allem waren die Jahre zwischen 1950 und 1959 also eine Epoche, in der frischer Wind in die Modewelt einzog.

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