Duckstein-Festival in Lübeck

Das Duckstein-Festival in Lübeck sorgt alljährlich für eine volle Event-Area. Insbesondere die auftretenden Bands verschaffen den Zuschauern unvergessliche Gänsehautmomente.

Das Duckstein-Festival in Lübeck

Duckstein: Ich war da!

Jedes Jahr im Sommer habe ich eine Verabredung. Mein Date ist rotblond und trägt eine zarte Schaumhaube auf dem Haupt. Unser alljährliches Treffen findet stets am Traveufer statt. Und wenn ich mag, zieht sich die Verabredung sogar über satte zehn Tage.

Ahnt ihr schon, wovon ich rede? Ich meine natürlich kein Date mit einer Dame, sondern den alljährlichen Besuch des Lübecker Duckstein-Festivals.

In diesem Jahr fand das Duckstein-Festival vom 2. bis 11. August in unserer schönen Stadt statt. Die furiose Feier hat bereits eine lange Tradition in Lübeck und wurde diesmal schon zum 21. Mal hier ausgetragen.

Gerne möchte ich euch nun detailliert von meinem Besuch des Festivals erzählen. Lasst uns gemeinsam einen Blick hinter die Kulissen der alljährlichen Feier unternehmen und uns verschiedene Fragen klären:

  • Was sind die Hintergründe des Fests?
  • Welche Künstler treten währenddessen auf?
  • Was zeichnet die Feier sonst noch aus?
  • Und warum heißt es eigentlich „Duckstein“-Festival?

Grundlegendes: Was ist das Duckstein-Festival?

Falls ihr aus Lübeck kommt, ist euch das Duckstein-Festival sicher ein Begriff. Ähnlich könnte es euch gehen, wenn ihr beispielsweise in Hamburg oder Kiel wohnt – denn auch dort steigt diese fröhliche Festivität Jahr für Jahr.

Das Duckstein Festival findet jährlich statt

Wenn ihr aber ortsfremd oder gerade erst hinzugezogen seid bzw. Duckstein aus irgendeinem anderen Grund nicht kennt, solltet ihr euch unbedingt mit dem beliebten Festival bekannt machen:

Das Duckstein-Festival ist eine jährlich stattfindende Feier, bei der das Thema „Genuss“ im Vordergrund steht. Die von einer Brauerei ausgetragene Festivität erstreckt sich in Lübeck über einen Zeitraum von zehn Tagen. Während dieser Zeit fasziniert Duckstein sowohl mit einem satten Musikreigen, dargeboten durch diverse Bands, als auch anhand zahlreicher weiterer Highlights:

An zig Ständen lässt sich beispielsweise kreatives Kunsthandwerk bewundern, während verschiedene Buden mit kulinarischen Köstlichkeiten locken. Und auch spannende Aktionen warten auf die Besucher – in diesem Jahr lud etwa ein Salsa-Workshop zum schwungvollen Mitmachen ein.

Lage und Aufbau des Festivals

Falls ihr euch zukünftig auf den Weg zum hiesigen Duckstein-Festival machen wollt, gilt es, die Lübecker Altstadt anzusteuern. Das Austragungsgelände der Feier findet ihr zwischen dem Radisson Blu Senator Hotel sowie der Musik- und Kongresshalle.

Sobald das Event in vollem Gange ist, könnt ihr es kaum übersehen: Weiße Zelte mit pagodenartigen Zipfeln ragen in die Lüfte und locken Besucher schon von weitem an.

Zudem ist die in der Trave schwimmende Pontonbühne ein echter Blickfang, der dazu animiert zu verweilen und den Auftritten der verschiedenen Künstlern beizuwohnen.

Lage des Duckstein-Festivals in Lübeck

Beständigkeit des Duckstein-Festivals vor Ort

Im Jahr 2019 fand das Duckstein-Festival bereits zum 21. Mal in Lübeck statt. Aufgrund seines langjährigen Bestehens hat das Event zahlreiche Fans, die jedes Jahr zum Traveufer kommen, um das dargebotene Programm in vollen Zügen zu genießen.

Ebenso wie die Besucher sind auch viele der Bühnen-Acts dem lübischen Duckstein-Festival treu. So zieht es verschiedene Künstler wie zum Beispiel die heimische Band Max & Friends immer wieder gerne dorthin.

Mick M.: Ausdrucksstarker Festival-Moderator mit Charme

Ein vielseitiges Festival wie Duckstein benötigt natürlich auch einen ebensolchen Moderator. Den hat es von Beginn an mit Mick M. gefunden:

Der gebürtige Hamburger ist virtuoser Pantomime und wortgewandter Redner in einer Person. Mick M., der eigentlich Michael Segebarth heißt, lernte einst beim renommierten französischen Mimen Étienne Decroux und erhielt diverse Auszeichnungen. Segebarth will den Zuschauern mit seiner Performance eine gute Zeit bereiten und setzt dafür zu 50 Prozent auf eine genaue Vorbereitung; der Rest ist Improvisation.

Mick M. alias Michael Segebarth

Wenn Mick M. nicht als moderierender Pantomime in Aktion tritt, fährt er zum Relaxen gern auf seinem Segelboot. Dabei kann der Wortakrobat dann auch neue Energie für weitere Projekte – wie etwa das Schreiben von Büchern – tanken.

Welche Bands waren da?

Beim diesjährigen Duckstein-Festival in Lübeck trat einmal mehr eine große Vielfalt von Musikgruppen verschiedenster Richtungen auf. Egal ob Folk, Jazz, Soul oder Pop und Rock – hier war so gut wie alles zu finden, was musikliebende Ohren begehren. Es traten auf:

  • ReCartney (Tribute-Show zu den Kreationen von Sir Paul McCartney)
  • Port Joanna (Funk, Soul und Rock)
  • Cosmopauli (Rock, Pop und Dance – aktuelle Hits)
  • James Sunburst & Lars Voges feat. Marlon Browden (zeitgemäßer Retro-Blues-Swing und Rock’n’Roll)
  • Florian Künstler (Folk-Soul-Pop)
  • Mrs. Greenbird (Country-Folk-Pop-Duo)
  • Side by Side feat. Leandro Side-Hill (Pop, Soul und Jazz)
  • The King’s Parade (Detroit-Blues und Melodik-Pop)
  • Steffanie Seven (Reggae und Soul)
  • Max & Friends feat. Nathalie Dorra (Soul, Pop und moderne Chartbreaker)
  • Guacayo (Reggae-Pop)
  • Funk Kartell (Funk)
  • Hanne Kah (Pop, Country und Folk)
  • Phil Siemers (Pop, Soul und Jazz)

Was gab es an Shows und Akrobatik?

Neben einer üppigen Zahl an Musikern finden sich alljährlich auch zahlreiche weitere Attraktionen beim Duckstein-Festival ein. Diesmal waren das:

  • Ohles Kiste (Artistik und Zauberei)
  • Die Farellos (witzige Akrobatik, unter anderem mit einem Einrad)
  • Naoto (Jo-Jo-Action)
  • Duo Elja (Trapez- und Strapaten-Dramatik)
  • Capuchini Circo (Jonglieren und Live-Musik)
  • Cia. Rampante (Akrobatik, Jonglieren und Cyr-Wheel-Action [ähnlich dem=““ rhönrad=““][/ähnlich])
  • Kiki Bittovabitsch (Comedy-Akrobatik)
  • Kaborka (comedygespickte Zirkuskunst und Akrobatik)
  • Alex & Barti (Puppentheater)
  • elabö (akrobatisches Slapstick-Theater)
  • Linda Sander (Akrobatik in luftigen Höhen)
  • Pop Up! (Spiel mit Reisekiste)
  • Akro Kraks (Partnerakrobatik)
  • Salsa-Mitmach-Kurs mit Rasoul (Workshop für heiße Salsa- und Bachata-Moves)

Foodtrucks beim Duckstein Festival

Was gab es sonst noch zu sehen und zu schmecken?

Neben Musikbühnen und Showeinlagen gab noch vieles weiteres zu erleben – und zu genießen:

Auf einer Designmeile präsentierten 20 Künstler ihre Waren und luden die vorbeiflanierenden Event-Besucher zum Stöbern, Kaufen und Verweilen ein.

Darüber hinaus kredenzten die Restaurants der Stadt jede Menge Köstlichkeiten und bereiteten hungrigen Genießern einen Gaumenkitzel nach dem anderen. Die Auswahl war alles andere als einseitig: Neben Köstlichkeiten aus der jungen Küche wurden auch kulinarische Klassiker gereicht, und zwar sowohl aus dem Segment der deutschen Hausmannskost als auch aus dem mediterranen oder orientalischen Bereich. So wurden beispielsweise neben Burgern auch mexikanische und marokkanische Burritos angeboten.

Der Genuss steht beim Duckstein-Festival ganz klar im Fokus des Geschehens, sei es in musikalischer oder eben auch in kulinarischer Hinsicht. Und so darf auch das passende Getränk nicht fehlen, um das Event zu etwas ganz Besonderem zu machen. Die Besucher haben die Wahl, ihre Leckereien beispielsweise entweder mit einem guten Wein oder mit einem aromatischen Bier abzurunden. Von letzterem hatte der Sponsor des Festivals eine größere Palette zu bieten.

Meine Erfahrungen auf dem Lübecker Duckstein-Festival

Wie ihr meinen obigen Ausführungen bereits entnehmen konntet, hielt das Duckstein-Festival wieder einmal großes Erlebnispotential bereit.

Sicherlich führten die Schilderungen zum Eventablaufs schon dazu, dass sich in eurem Kopf Bilder von Bands, Buden und Besuchern aufgetan haben. Damit ihr eure Fantasie aber gar nicht allzu viel ausreizen müsst, habe ich während des Festivals diverse Fotos für euch gemacht.

Duckstein-Festival am Traveufer

Anhand meiner Bilder könnt ihr zum Beispiel mit meiner Drohne über dem Festivalgelände in die Lüfte aufsteigen und euch von oben einen Eindruck von der tatsächlichen Größe des Events machen.

Zudem biete ich euch einige atmosphärische Bilder von den Bandauftritten auf der Bühne an. Abgerundet wird das Ganze durch einige Aufnahmen der Location vor der Kulisse der Lübecker Altstadt. Egal ob bei Sonnenschein, beginnendem Abendhimmel oder in dunkler Nacht: Am Traveufer findet sich für das Duckstein-Festival meiner Meinung nach immer das perfekte Setting, um ein erfolgreiches Event zu zelebrieren.

Mit Fotos Erinnerungen lebendig halten

Natürlich schwebt mir das Festival heute noch recht klar vor Augen. Schaue ich dann aber auf meine Fotos von dem Event, kommen mir noch viele weitere fantastische Details in den Sinn, an die ich mich so gar nicht mehr erinnert hätte.

Es ist also immer schön, ein paar aussagekräftige Fotos von einem einzigartigen Ereignis zu haben: Sie halten die Erinnerung lebendig und frischen die ausbleichenden Farben der Leinwand des Gedächtnisses auf.

Drohnenfotos

Es ist schon spannend, welche Möglichkeiten uns die moderne Technik zur Verfügung stellt. Wenn ich heutzutage die Fotos sehe, die ich während der Veranstaltung mit meiner Drohne gemacht habe, wird mir die Atmosphäre des Festivals prompt wieder gegenwärtig.

Drohnenfotografie beim Duckstein-Festival

All die vielen Besucher, die sich gemeinsam mit mir am Festival-Treiben erfreuten, kann ich förmlich wieder spüren. Und erinnere mich geradezu plastisch daran, wie gut die Stände besucht waren und wie viel Anklang die Bühnen-Acts fanden.

Zudem ist ein tolles Gefühl, das gut besuchte Gelände zwischen Hotel und Halle aus der Luft zu sehen und zu wissen: Ich war ein Teil davon – wow!

Kunst, Kleidung, Klönen

Anhand meiner Bilder kann ich mir meinen Rundgang über das Festgelände auch wieder umfassend vor Augen rufen:

In den vielen weißen Zelten auf dem Event-Gelände gab es so einiges zu entdecken. An einer Fülle von Kleidung und kreativem Kunsthandwerk konnte kaum jemand vorbeigehen, ohne sich näher mit den feilgebotenen Produkten zu beschäftigen. Zusätzlich boten die Orte eine Menge Raum zum Klönen und Verweilen.

Zu später Abendstunde machte das Schnacken nicht minder viel Spaß – am besten auch noch mit kulinarischem Snack und/oder leckerem Getränk ausgestattet. Mit zunehmender Dunkelheit sorgten Lichterketten und Teelichter dann für ein besonders gemütliches Flair.

Spannend anzusehen war auch der dunkle Nachthimmel. Über den prachtvollen Kerzen auf den Tischen tummelten sich im Hintergrund die Lichtlein der Buden.

Stand von Tischler – Natürlich Mokwi GmbH

Begeisternde Bühnen-Acts

Toll anzusehen und ein besonderes Highlight auf dem Lübecker Duckstein-Festival waren natürlich die vielen Acts, die auf der Bühne zu sehen waren. Dadurch dass die Show-Fläche direkt auf der Trave platziert worden war, standen die Musiker und Akteure auf ganz besondere Weise im Fokus und ließen sich vom Festland aus perfekt bewundern.

Schaute man frontal auf die Bühne bzw. ließ den Blick mal daran vorbeigleiten, sah man die tolle Backsteinoptik der Lübecker Altstadt – rundum also ein tolles Festival-Flair!

Die Künstler wurden je nach Musikstil in prachtvollen Lichtern präsentiert, mal in spritzig gelb-grüner Kolorierung, mal mit direktem Spotlight, dann wieder mit verträumtem blauen Licht hinter den Drums.

Gegenüber der Bühne war ein Wagen mit der Technik platziert – von hier aus wurden die Einstellungen des Tons/Lichts vor und während der Auftritte vorgenommen. Dabei galt es, etliche Knöpfe im Überblick zu behalten.

Diese Bands habe ich miterlebt

Nachdem ich euch weiter oben bereits eine Gesamtliste der auf dem Lübecker Duckstein-Festival aufgetretenen Bands präsentiert habe, möchte ich nun etwas näher auf jene Gruppen eingehen, die ich mir selbst angesehen habe.

Blicke ich heutzutage auf die Fotos von den jeweiligen Shows, bin ich sofort wieder mittendrin in der tollen Live-Situation und kann die unmittelbare Lebendigkeit des Auftritts spüren.

Ich habe mir die Auftritte der nachfolgenden Formationen angeschaut:

ReCartney

Hierbei handelt es sich um eine Gruppe von vier Profimusikern, die sich mit ihren Shows ganz vor dem Lebenswerk von „Beatles“-Legende Sir Paul McCartney verneigt. Während ihrer energiegeladenen Rockveranstaltung spielt die Combo eine wilde Mischung der McCartney-Hits aus den letzten fünf Jahrzehnten. Außerdem hat die Band, deren Performance natürlich „very british“ herüberkommt, auch ein paar Songs von John Lennon und George Harrison im Repertoire.

Band ReCartney

Eindrücke: Die Band spielt nicht nur britische Songs, sondern macht auch sonst einen very british Eindruck – das äußerte sich während ihres Auftritts beispielsweise durch den großen Union Jack, der die Bühne zierte. Und auch darüber hinaus erinnert die Performance von ReCartney an ihre großen Vorbilder, sei es was den Kleidungsstil, die Frisuren oder die Art zu performen angeht.

Florian Künstler

Florian Künstler ist ein echtes Lübecker Urgestein und bereits seit 2012 als Singer-Songwriter tätig. Auf dem Ankündigungsplakat des Duckstein-Festivals wurden ihm „starke Texte“ und „tiefe Emotionen“ bescheinigt. Auf Backstagepro.de, wo man Künstler eine „ganz eigene charmante und authentische Art“ zuschreibt, lässt sich lesen, dass er seine Zuhörer schon immer begeistern wollte.

Sänger und Gitarrist Florian Künstler

Eindrücke: Auf der Bühne wird seine sowieso schon charismatische Performance durch symbiotische Lichteffekte unterstützt, so dass man den Tiefgang seiner Songs noch besser sacken lassen kann.

The King’s Parade

Hierbei handelt es sich um eine Band mit vier Musikern. Die Combo stammt aus London und wurde 2012 gegründet. Zusammen mit seinen Kollegen performt Frontmann Olly Corpe auf der Bühne einen, wie es etwa Bluesgarage.de nennt, „Mix aus klassischem Detroit Blues und melodischem Crossover-Pop“.

Band The King’s Parade

Eindrücke: Insbesondere bei den schnelleren Songs wird die Combo von einer fulminanten Light-Show unterstützt, so dass man prompt in der Stimmung der Musik angekommen ist. Ihrem Namen entsprechend werden sie mitunter prachtvoll von allen Seiten mit royal-blauer Beleuchtung in Szene gesetzt.

Mrs. Greenbird

Das Duo Mrs. Greenbird besteht aus Sarah Nücken und Steffen Brückner. Die beiden Musiker, die (nicht nur) laut Veranstaltungsplakat „Country-Folk-Pop mit Herz und Seele“ darbieten, sind nicht erst seit ihres Auftritts beim Vorentscheid des Eurovision Song Contest im Jahre 2015 deutschlandweit bekannt.

Mittlerweile verfügen Mrs. Greenbird über langjährige Erfahrung im Musikbusiness, haben etliche Auftritte absolviert und mehrere Alben eingespielt. Auf der offiziellen Website MrsGreenbird.de wird die Musik des Duos wie folgt beschrieben: „Akustische Markenzeichen sind nach wie vor mal treibende, mal sphärische Gitarren, sehnsüchtig weinende Lap-Steels, ein verträumtes Piano, Sarahs außergewöhnliche Stimme, verspielt-poetische Texte, eingängige Melodien sowie die wunderschönen zweistimmigen Harmonien“.

Duo Mrs. Greenbird

Eindrücke: Die beim Auftritt von Mrs. Greenbird eingesetzte Lichttechnik ist weich und harmonisch. Ein zartes Grün passt nicht nur zum Bandnamen, sondern auch zu der Frische des betreffenden Songs, so wie auch alle anderen gewählten Beleuchtungseffekte harmonisch auf die Performance des Duos abgestimmt sind.

Max & friends feat. Nathalie Dorra

Max and Friends sind seit langem ein fester und beliebter Act des Duckstein-Festivals. In den Reihen der Band finden sich renommierte Künstler aus verschiedenen Ländern der Welt. Die vielen starken und vielfältigen Stimmen der Combo kommen unter anderem von Musical-Stars mit Gospel-Power oder Karibik-Flair.

Das musikalische Repertoire der Band deckt neben Pop aus den aktuellen Charts auch Evergreens sowie Soul- und Jazz-Hits ab. In diesem Jahr waren auf dem Lübecker Duckstein-Festival zudem Nathalie Dorra sowie Ole Feddersen wieder einmal mit von der Partie.

Max & friends feat. Nathalie Dorra

Eindrücke: Blicke ich auf die Bilder, kommt mir unter anderem direkt wieder die tolle Begleitung der Band durch den Saxofonisten und den Schlagzeuger in Erinnerung. Gemeinsam mit den starken Stimmen und der mitreißenden Performance der Sänger sowie den stimmungsvollen Lichteffekten der Technikcrew führte das zu einer rundum gelungenen Show.

Phil Siemers

Der junge Musiker steht für deutschen Pop, der laut eigener Aussage „Soul und Jazz atmet“. Siemers betrachtet die heutige Welt kritisch: Wie auf TheMellowMusic.com zu lesen ist, sieht er es zum Beispiel skeptisch, dass sich die Menschheit in den sozialen Medien nur von ihrer besten Seite zu präsentieren versucht. Er fragt sich dementsprechend: „Laufen wir nicht Gefahr, uns in unseren eigenen Hüllen zu verlieren?“

TheMellowMusic.com beschreibt seine Lieder als auf den Punkt arrangiert, bescheinigt ihm eine warme Stimme und ein organisches Zusammenspiel mit seiner Band. Zudem verbinde alle Mitglieder der Combo die „Liebe zur emotionalen Wärme und zum natürlichen Sound des Soul“.

Musiker Phil Siemers

Eindrücke: Dass Phil Siemers es durchaus ernst mit seinen anspruchsvollen Texten meint, spürt man sofort, wenn er die ersten Töne ins Mikro singt. Auf der Bühne verbreitet er eine große Authentizität, die von den Lichteffekten harmonisch ummantelt wird.

Interview mit dem Tontechniker

Zusätzlich kam ich noch in den Genuss, Interviews zu führen. Mein Gespräch mit dem Tontechniker Meikel Frey brachte interessante Erkenntnisse zutage:

Meikel ist bereits seit über 20 Jahren als freier Tontechniker tätig. Damals kam er in Hamburg an, wollte etwas mit Musik machen, schlug das Branchenverzeichnis auf und ging für ein Praktikum zum Amptown-Verleih.Über einen Verleih führte ihn sein Weg dann auch zum Duckstein-Festival. Der Veranstalter suchte damals nach Dienstleistern – so kam es dazu, dass Meikel nun bereits seit ca. 6 bis 7 Jahren elementarer Bestandteil der Duckstein-Bühnenshows in Lübeck ist.

Tontechniker Meikel Frey

Anpassung ist alles

Im Gespräch fragte ich ihn, ob er für jede Band ein eigenes Setup parat halte. Er antwortete mir, dass die Grundeinstellungen zwar immer gleich seien, aber stets individuell angepasst werden müssten. Instrumente und Mikros hätten alle ihre einzelnen Kanäle, so dass sie stets einzeln adaptiert werden könnten. Insgesamt stehen Meikel 32 Kanäle zur Verfügung.

Ein Schlagzeug belege sogar gleich mehrere Mikros, beispielsweise für die große und kleine Trommel. Dann habe man Mikrofone, die höheren oder tieferen Frequenzen zuzuordnen seien. So sei es möglich, einzelne Frequenzen feinzujustieren, das jeweilige Klangbild anzupassen und letztendlich ein harmonisches Gesamtergebnis zu erzeugen.

Damit die Verständigung mit den Musikern klappe, werde per Handzeichen kommuniziert. Über Monitore könnten sich die Künstler dann auch selbst hören.

Interview mit dem Lichttechniker

Anschließend führte ich auch noch ein Gespräch mit dem Lichttechniker Sven Schubert:

Sven ist gebürtiger Hamburger (in der fünften Generation) und arbeitet seit 22 Jahren in seinem Beruf. Er fing als Fachkraft für Veranstaltungstechnik an und spezialisierte sich dann auf den Bereich „Licht“ (andere mögliche Spezialisierungen wären beispielsweise „Ton“, „Video“ oder „Bühnenbau“ gewesen).

Er schlug diesen beruflichen Weg unter anderem deshalb ein, da ihn Visualisierung schon immer interessierte. Sven ist kreativ und malt in seiner Freizeit gern mit Farbe. Im Beruf malt er auch – eben mit Lampen und durch effektive Lichtgestaltung auf der Bühne.

Beim Duckstein-Festival war er zunächst ein Jahr lang als Bühnenbauer tätig und übernahm danach die Lichttechnik.

Lichttechniker Sven Schubert

Licht und Musik als harmonische Einheit

Die auftretenden Bands, wie etwa Max & Friends, gewähren Sven kreative Freiheit und bauen auf seine langjährige Erfahrung.

Wenn er die Lichttechnik für eine Bühnenshow zusammenstellt, orientiert er sich an Faktoren wie Musikrichtung und Songgeschwindigkeit. Es gilt, die Stimmung eines Songs in der Atmosphäre des Bühnenlichts widerzuspiegeln. Ein harmonisches Ganzes ist das Ziel, das Licht muss zum jeweiligen Song passen. Je nach der Dramatik eines Liedes kommt es bunt oder einfarbig daher, baut sich langsam oder schlagartig auf oder wird von Nebelschwaden unterstützt.

Manche Bands würden nur wenig Nebel verwenden wollen – da würde er dessen Einsatz dann auf dem niedrigsten Level halten. Generell sei es nicht ganz einfach, Nebel bei Outdoor-Veranstaltungen einzusetzen, da man vorher nie wisse, wie die Windverhältnisse sich entwickelten. An manchen Tagen sei dann der Einsatz von mehr Nebel sinnvoll, um überhaupt einen Effekt damit erzielen zu können.

Für die Shows stehen Sven Setups zur Verfügung. Diese könnten bei Bedarf schnell angepasst werden.

Ich interessierte mich auch noch dafür, warum beispielsweise Drummer und Keyboarder auf der Bühne dunkler beleuchtet werden als der Rest einer Band. Sven antwortete mir, dass dies zum einen praktische Gründe habe, da man in den hinteren Bereichen über weniger Leuchten verfüge. Zudem passe eine derartige Lichtgestaltung aber auch besser zur Gesamtinszenierung.

Die Marke „Duckstein“

Ihr seid nicht aus Lübeck und fragt euch, warum das Festival den Namen „Duckstein“ trägt? Womöglich kommen euch bei dieser Bezeichnung Bilder von steinernen Enten oder ähnlichem in den Sinn. Tatsächlich handelt es sich bei „Duckstein“ jedoch um eine Biermarke mit langer Tradition.

Biermarke mit langer Tradition

Fakten: Über Ducksteins Historie und heutige Sorten

Hinter der Marke Duckstein steht mittlerweile der dänische Brauereikonzern Carlsberg A/S.

Beim heutigen klassischen Duckstein handelt es sich um ein obergäriges Bier, das in einem rotblonden Farbschlag daherkommt und in der Sorte einem Altbier am Nächsten kommt. Ferner gibt es von derselben Marke mittlerweile auch Weizenbier sowie Opal Pilsener, Saphir Kellerbier und Rubin Bockbier.

Die klangvollen Edelsteinbezeichnungen haben sicherlich ihren Sinn: Wie bereits der Name „Duckstein“ selbst dürften all diese Namen (zusätzlich) auf die ursprüngliche Quelle des einstigen Biers hinweisen. Dieses wurde ab dem 17. Jahrhundert mit dem Wasser des Baches Lutter bei Königslutter am Elm gebraut und kam seinerzeit noch als obergäriges Weizenbier daher. Das Wasser enthielt besonders hohe Mineralstoffmengen, welche auf das Kalkgestein des Höhenzugs Elm zurückzuführen waren. Der im Bachbett angesammelte Kalktuff verlieh dem Bier schließlich seinen Namen.

Während das Duckstein-Bier im 17. und 18. Jahrhundert noch ein beliebtes Exportgut war, fiel das nur wenig gehopfte Gebräu Ende des 19. Jahrhunderts den auf den Markt drängenden deutschen und englischen Lagerbieren zum Opfer.

Weitere Duckstein-Events und -Aktionen

Nicht nur in Lübeck sorgen Events von Duckstein regelmäßig für Begeisterung. Auch in anderen Orten lässt die Marke viele Festivitäten steigen:

  • Hamburg: In der HafenCity findet alljährlich zehn Tage lang ein Duckstein-Festival statt. Das Event feierte 2017 sein 20-jähriges Jubiläum, wurde bis 2013 auf der Fleetinsel ausgetragen und startete dann entlang des Magdeburger Hafens mit neuem Unplugged-Konzept durch.
  • Rügen: Auch auf der größten deutschen Insel ist die Marke mit von der Partie – in Binz fand das Duckstein-Festival 2019 bereits zum 13. Mal statt.
  • Kiel: Schleswig-Holsteins Landeshauptstadt ist ebenfalls wieder um ein Event reicher – nach 2-jähriger Pause feierte das Duckstein-Festival 2017 ein Revival im Kieler Bootshafen.

Weitere Duckstein-Events

Darüber hinaus zeigt sich die Marke auch auf anderen Events:

  • Seit über 10 Jahren präsentiert Duckstein das Meerkabarett Sylt.
  • Jährlich findet in der Domstadt Königslutter am Elm ein zweitägiges Ducksteinfest statt. Man kommt zusammen, zelebriert kulinarische Genüsse und gedenkt der 400-jährigen Geschichte des Biers.
  • Jedes Jahr ist Duckstein auch beim Hamburger Hafengeburtstag zugegen und lädt zu „Tüdel, Talk und Traditionen“ am Sandtorhafen ein.
  • Bierseminare: Wer mehr über Duckstein oder Bier im Allgemeinen erfahren möchte, kann sich in einem vierstündigen Seminar zum „Bierkenner“ schulen lassen. Wer tiefer in die Materie eintauchen und sogar sein eigenes Bier brauen mag, wählt indes den achtstündigen Kurs „Bierexperte“.

Mein Fazit: Duckstein erleben ist mehr als einfach nur ein Bierchen heben!

Duckstein erleben ist mehr

Der Besuch des alljährlichen Duckstein-Festivals hat sich auch in diesem Jahr wieder voll und ganz für mich gelohnt:

  • Ich konnte mich von vielfältiger Musik berieseln lassen, kam in den Genuss von licht- und soundtechnisch ausgefeilten Bühnenshows und durfte in Kontakt mit den Menschen hinter den Kulissen treten.
  • All das erlebte ich vor der pittoresken Lübecker Altstadt, die mir im Zusammenspiel mit dem Wetter dank ihrer Farbenpracht als toller Fotohintergrund dienlich war.
  • Aufregende Bilder entstanden auch im Zuge meiner Drohnenfotografie, mit der ich hoch über den quirligen Besucherscharen die gesamte Duckstein-Eventszenerie fotografieren konnte.
  • Und auch die Aufnahmen, die ich bei Dämmerung bzw. in der Nacht schoss, zeugen von der charismatischen Anziehungskraft des Festivals, das die Besucher stets in Faszination versetzte, egal ob bei Wolkenhimmel oder Sonnenschein, egal ob tagsüber oder nachts.
  • Faszinierend waren auch die Buden auf dem Eventgelände: Es gab reichlich Gelegenheit zu stöbern und zu schauen. Und wer durch die Suche nach einem Kunstschätzchen hungrig geworden war, konnte sich an einem der Foodtrucks wieder stärken – oder eben ein Bierchen des Ausrichters genießen.
  • Genuss stand auf dem Event jedenfalls wieder einmal ganz oben auf der Agenda – und zwar in jeder Hinsicht!
  • Ich gehe nächstes Jahr wieder dorthin. Ihr auch? Bis es soweit ist, könnt ihr euch mit meinen Fotos vom diesjährigen Event auf das kommende Duckstein-Festival in Lübeck einstimmen.

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Quellen:

https://www.duckstein.de/festival-events/traveufer-luebeck/
https://themellowmusic.com/phil-siemers-zeigt-eine-andere-seite-der-popmusik/
http://www.recartney.de/1-0-Startseite.html
https://www.backstagepro.de/florian-kuenstler
https://www.bluesgarage.de/events/the-kings-parade/
https://www.mrsgreenbird.com/
https://maxandfriends.de/de/maxandfriends/
http://salsafreunde-luebeck.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Duckstein_(Bier)
https://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/regioline_nt/hamburgschleswigholstein_nt/article130169658/Unplugged-Musik-und-Strassentheater-bei-Festival-in-Hafencity.html
https://www.ln-online.de/Lokales/Luebeck/Der-erste-Pantomime-der-sprechen-kann