Restaurant Schiffergesellschaft

Schiffergesellschaft zu Lübeck – Eine Reise durch die Zeit

Im Jahr 2001 war es genau 600 Jahre her, als die Schiffergesellschaft zu Lübeck gegründet wurde. 600 Jahre, die voll sind von Seefahrt, Schiffen und Schifferbrüdern. Gerne möchten wir Dich an dieser Stelle auf eine kleine Zeitreise einladen – eine Reise zurück in das späte Mittelalter, die am Anfang des aktuellen Jahrtausends enden wird. In diesem Artikel wirst Du erfahren, was es mit der Schiffergesellschaft zu Lübeck auf sich hat und warum sich diese Vereinigung bis heute über viele Jahrhunderte hinweg halten konnte und zu einem echten Lübecker Volksgut geworden ist.

Lübeck und seine Schiffergesellschaft

Die gesamte Geschichte Lübecks, auch bekannt als ehemalige „Königin der Hanse“, ist eng verknüpft mit der Seefahrt. Im Mittelalter war Lübeck eine bedeutende Wirtschaftsmacht und erreichte insbesondere durch den Handel auf dem Seeweg großen Wohlstand. Aus diesem Grund war eine enge Beziehung zwischen der Hansestadt und der Standesorganisation der Seeleute, der Schiffergesellschaft, nicht verwunderlich. Die Schiffergesellschaft arbeitete seit ihrer Gründung in beinahe allen Fragen, die den Hafen und die Seefahrt betrafen, sehr eng mit der Hansestadt Lübeck zusammen.

Schiffergesellschaft zu Lübeck

Ein kleiner Exkurs: Das Restaurant „Schiffergesellschaft zu Lübeck“

Heutzutage verstehen Lübecker unter der Schiffergesellschaft zu Lübeck nicht nur die historische Seefahrer-Vereinigung, sondern gleichzeitig auch ein hervorragendes Restaurant mit einzigartigem historischem Ambiente. Allein durch dieses inzwischen denkmalgeschützte Haus wird ein Großteil der Geschichte seiner Eigentümerin ansprechend und zugleich eindrucksvoll dokumentiert. Bereits vor vielen Jahrhunderten trafen sich in ihrem Verhandlungshaus die Kapitäne und berichteten von ihren Erlebnissen auf hoher See. In der Schiffergesellschaft wurde nicht nur eifrig diskutiert und verhandelt, sondern die Seemänner der damaligen Zeit verstanden es natürlich auch, hier ausgiebig zu feiern.

Die Geburtsstunde der Vereinigung Schiffergesellschaft zu Lübeck

Das Licht der Welt erblickte die Schiffergesellschaft am 26. Dezember 1401, damals unter dem Namen St. Nikolaus-Bruderschaft im Burgkloster zu Lübeck. Sie entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte von einer Bruderschaft und Notgemeinschaft hin zu einer zünftigen Vertretung der Lübecker Segelmacher und Kapitäne, bis sie sich in den Jahren 1866 und 1867 mit Einführung der Gewerbefreiheit zu einer freien Genossenschaft wandelte. Sie widmete sich im Laufe ihrer langen Historie intensiv sozialen Aufgaben, beispielsweise indem sie Schifferwaisen und Schifferwitwen sowie zahlreiche andere Bedürftige in der Hansestadt unterstützte.

Nicht nur aus diesem Grund kann die Rolle der Schiffer in den ersten Jahrhunderten in der Geschichte Lübecks kaum überschätzt werden. Leider existieren für die ersten 250 Jahre jedoch so gut wie keine Überlieferungen zu ihrer Organisation. Dies änderte sich erst mit der St. Nikolaus-Bruderschaft, als sie organisatorisch in Erscheinung trat, gemeinsam mit den seefahrenden Kaufleuten, mit deren wirtschaftlichem Erfolg sie auf Gedeih und Verderben verbunden war.

Die Geburtsstunde der Vereinigung Schiffergesellschaft

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  • Interview mit Frank Höhne Inhaber von Restaurant Schiffergesellschaft

    Interview mit Frank Höhne, eine der Inhaber des Restaurants Schiffergesellschaft in der Breite Strasse. Frank hat seine Ausbildung vor langer Zeit in der Schiffergesellschaft abgeschlossen. Für ihn ging 2015 ein Traum in Erfüllung das Restaurant leiten zu dürfen. Die Freude und das Feuer für die Schiffergesellschaft merkt transportiert Frank mit jedem Wort und das Glänzen in seinen Augen spricht für seine Leidenschaft, für diesen Job.

Video vom Interview mit Frank Höhne vom Restaurant Schiffergesellschaft

Frank schrieb ich nach meinem Besuch als Gast Ende 2017 an. Schiffergesellschaft hat eine lange Tradition, es freut mich das Restaurant mit einer so langen Historie auf „Wir sind Lübeck“ dabei zuhaben.

Der Seehandel blüht auf

Der Seehandel blüht auf

Den verschiedenen Seehandelsbeziehungen der Lübecker im 13. Jahrhundert war es zu verdanken, dass zahlreiche Waren und Kenntnisse aus vielen Küstenregionen der Ost- und der Nordsee sowie des Atlantiks in die Stadt kamen. Die Bürger freuten sich über Kontakt mit zwei verschiedenen Organisationsformen des Seehandels in Nord- und Westeuropa. An den Seereisen in Westeuropa waren vor allem Schiffer, Kaufleute sowie Mannschaften beteiligt, die gegen Lohn am Laderaum angeheuert waren. Die sogenannte Partenreederei, also ein gemeinsames Eigentum mehrerer Personen an einem Schiff, war dort die übliche Form der Reederei. Im Norden Europas hingegen werden in den Seerechten nur zwei am Seehandel beteiligte Parteien erwähnt, zum einen die Schiffer und zum anderen die Befrachter. Letztere entrichteten an den Schiffer ein Frachtgeld für den Warentransport und arbeiteten während der Reise für ihre Überfahrt auf dem Schiff.

Bereits im 12. oder 13. Jahrhundert waren Fahrgemeinschaften eine grundlegende Organisationsform für niederdeutsche Kaufleute zur gemeinsamen Reise an einen auswärtigen Handelsort. Diese Gemeinschaften betrieben in den Zielländern Kontore oder Niederlassungen, die mit speziellen Privilegien ausgerüstet waren. Im Jahr 1365 wurde der Schütting der Schonenfahrer in Lübeck zum ersten Mal erwähnt. Personen, die in der Stadt selbstständig Fernhandel treiben wollten, mussten zunächst in diesem Schütting als Bruder aufgenommen werden. Über die Einhaltung der städtischen Kaufmannsordnung wachten die Lübecker Schonenfahrer mit Argusaugen. Sie gaben sich als selbstständige Gruppe von Kaufleuten, die das südschwedische Schonen als Fahrtziel hatten, im Jahr 1378 ihre erste schriftlich niedergelegte festere Organisationsform. Wenig später, im Jahr 1380, werden die Bergenfahrer zum ersten Mal erwähnt. Bis zum Jahr 1411 schließlich hatten sich weitere Kaufleutegruppen gebildet. Diese konnten sich neben dem Rat in der Mitregierung der Stadt etablieren und spielten damit auch als bürgerschaftliche Kollegien bis zum Jahr 1848 eine wichtige Rolle.

Die Wappen der Schiffergesellschaft

Das Wappen der Schiffergesellschaft

Bis heute ist es so: Jede Organisation, jede Vereinigung und jeder Verein hat ein eigenes Wappen, das ihn unverwechselbar als solchen auszeichnet. Nicht viel anders verhielt es sich bei der Lübecker Schiffergesellschaft. Hierbei zeigte das Wappen sogar an, wie es um die Rangordnung innerhalb des Vereins bestellt war. Dieses Beispiel machte schnell Schule und zwar sowohl in Sachen Außendarstellung als auch hinsichtlich der Organisationsform. Zunächst gründeten sich in den Seehafenstädten der Hanse neue Schiffergesellschaften auf Grundlage älterer Vereinigungen. Allesamt wählten das von der Lübecker Schiffergesellschaft nach außen gekehrte Zeichen des mit Kanonen bestückten Dreimasters – eine wahrlich erstaunliche Übereinstimmung. Diese Wappen wurden nicht nur außen an ihren Häusern angebracht, sondern auch auf Trinkgefäßen und übrigen Gerätschaften, die bei den Zusammenkünften in den Häusern oder bei Bestattungen verwendet wurden.

Die Verbindlichkeit und hiermit verbunden auch die Funktion, gesellschaftliche Ränge der Träger anzuzeigen, gingen Ende des 19. Jahrhunderts verloren. Grund hierfür war die Einführung der Gewerbefreiheit, die in den Hafenstädten zu tiefgreifenden Umstrukturierungen oder sogar kompletten Auflösungen, wie etwa in Rostock, der Schiffergesellschaften mit sich brachte. Auch die Lübecker Schiffergesellschaft wurde im Zuge dessen zu einer „Bruderschaft Lübecker Kapitäne“ formiert, die insbesondere die karitativen Aufgaben der früheren Gesellschaft weiterführte und die hierfür erforderlichen Mittel vor allem aus den Pachteinnahmen der Gaststätte gewann. Auch dies war einer der Gründe, warum die Versammlungsdiele ab dem Jahr 1868 öffentlich zugänglich wurde. Jedermann konnte sich also seit diesem Zeitpunkt aussuchen, auf welchen freien Platz er sich setzen wollte, ohne dabei die Zeichen der alten Gelage beachten zu müssen.

Mitglieder der Schiffergesellschaft

Die Mitglieder der Schiffergesellschaft im 16. Jahrhundert

Die Mitglieder der Schiffergesellschaft wurden nach Berufsgruppen getrennt ausgewiesen. Die Schiffer standen in dieser Rangfolge auf dem ersten Platz, gefolgt von den anderen Besatzungsmitgliedern. Ab dem Jahr 1541 wurde eine weitere Gruppe von Schiffern in die Korporation aufgenommen. Diese Korporation bestand wohl vornehmlich aus Schiffern der St. Nikolaus-Bruderschaft und dem Beitritt von Schiffern, die bis zu diesem Zeitpunkt Mitglieder in der St. Annen-Bruderschaft sowie der kaufmännischen Fahrtrichtungsgenossenschaften waren.

Ein angehender Seemann ging nach Beendigung seiner schulischen Ausbildung bereits um das zwölfte Lebensjahr herum an Bord eines Schiffes. Hier konnte er das Seefahrtshandwerk von der Pike auf erlernen: zunächst als Schiffsjunge, dann als Bootsmann, Hochbootsmann und am Ende als Steuermann. Die Ausbildungszeit an Bord war unterschiedlich und abhängig von der Größe der Schiffe sowie den Routen, die der spätere Schiffer befahren hatte. Aus den Quellen wurde überliefert, dass ein Seemann im Alter zwischen 26 und 28 Jahren zum Steuermann befähigt wurde und etwa im Alter zwischen 30 und 33 als Schiffer die Führung eines Seefahrzeuges übernehmen durfte.
Durch ihren eigenen Handel konnten wenigstens einige Schiffer zu beträchtlichem Wohlstand kommen.

Die Schiffer bewohnten Häuser, die sich meistens in der Nähe des Hafens befanden. Die Inneneinrichtung wich wohl nur unwesentlich von der in den Gebäuden der Kaufleute ab. Auch die Unterschiede bei Kleidung und Schmuck dürften bis in das 16. Jahrhundert hinein nicht allzu groß gewesen sein. Nichtsdestotrotz ließ sich der Wohlstand begüterter Schiffer nicht mit dem von reichen Lübecker Handelsherren vergleichen. Im Zuge der fortschreitenden ständischen Gliederung der Stadtgesellschaft, die unter anderem durch die Kleiderordnungen erkennbar waren, wurden auch in diesem Bereich die Unterschiede immer deutlicher.

Wie wohnten die Schifferbrüder in Lübeck

Wie wohnten die Schifferbrüder in Lübeck?

Seeleute, insbesondere die Schiffer, Schiffszimmerleute und Bootsmänner waren für den Warentransport der Fernhandelsstadt Lübeck zur See verantwortlich und zählten damit zu den wichtigsten Berufsgruppen der gesamten Hansestadt. Natürlich mussten diese wichtigen Personen auch angemessenen Wohnraum in Lübeck finden können. Anhand der Personenkartei vom Stadtarchiv konnten die Wohnhäuser von 27 Schiffern identifiziert werden. Ausnahmslos wohnten sie in den großen Straßen des damaligen Lübecks, wie etwa An der Untertrave, in der Fischergrube, der Engelsgrube und in der Großen Alten Fähre. Die Lage dieser Wohnungen lässt auf einen vergleichsweise hohen sozialen Status dieser Schiffer schließen. Das Dasein als Schiffer war also zum damaligen Zeitpunkt ein ehrenwerter und lukrativer Beruf, dessen Bedeutung sich auch an den Wohnorten der damaligen Schiffer widerspiegelte.

Die Immobilien der Schiffer in den Hauptstraßen waren kleine bis mittelgroße Giebelhäuser. Solche Immobilien sind bis heute beispielsweise an der Untertrave 81-77 zu finden. Taxiert wurden diese zwischen 3.000 und 5.000 DM lübisch. Teilweise finden sich entsprechende Häuser auch in den Querstraßen oder auf der Ostseite der Depenau, die jedoch „lediglich“ mit 2.000 DM typisch taxiert wurden.

Die Giebelhäuser verfügten über hohe Dielen mit Feuerstellen bzw. später Küchen und Wohnseitenflügel mit zum Teil prächtig bemalten Räumen. In manchen dieser Häuser befanden sich Lastenaufzüge im hohen Satteldach. Dies lässt darauf schließen, dass die Schiffer in ihren Häusern Waren für ihren eigenen Handel lagerten. Noch größere Giebelhäuser waren im Besitz der vermögenden Schiffer in der Großen Alten Fähre. Diese wurden bis zu 6.000 DM lübisch taxiert. Von den Häusern der Kaufleute und vermögenden Brauer unterschieden sich die Häuser der Schiffer nur durch ihre Größe.

Die Kompetenz der Seemänner für die Hansestadt Lübeck

Die Kompetenz der Seemänner für die Hansestadt Lübeck

Bereits vor dem Jahr 1530 wurde vom Lübecker Rat eine Ordnung für Bootsleute und Schiffer aufgestellt, die auf dem Hansetag im Jahr 1530 in Lübeck verlesen und angenommen wurde. In dieser Ordnung wurde das Verhältnis zwischen der politischen Führung der Stadt, den Schiffern und Kaufleuten auf Grundlage der geltenden Rechtsgewohnheiten geregelt. Auf Bitten der Schiffer wurde die immer wieder erweiterte und modifizierte Ordnung jährlich zweimal von der Städtischen Aufsichtsbehörde für Wirtschaft, der Wette, öffentlich verlesen. Dies geschah stets im Frühjahr und im Herbst.

Ziel dieser Ordnung war eine umfassende Kontrolle des Schiffsvolks im Interesse der Schiffer, der Kaufmannschaft sowie des Rates durch die Mitglieder der Schiffergesellschaft.

Dieser Schritt war offensichtlich durch die hohe Nachfrage an Schiffspersonal erforderlich geworden. Aufgrund der anziehenden Konjunktur kam es seit den 1520er Jahren zu einem großen Ausbau der lübeckischen Handelsflotte. Dies wiederum hatte zur Folge, dass immer mehr und damit schneller und schlechter ausgebildete Mannschaften angeheuert werden mussten, was wiederum zu Problemen mit der Disziplin an Bord führte.

Ein weiterer Schritt, um das Schiffsvolk zu kontrollieren, war die Einführung des „Paßports“. Hiermit erhielten die Seeleute eine schriftliche Bestätigung ihrer beruflichen Fähigkeiten und ihres Wohlverhaltens an Bord. Gewissermaßen war der Paßport eine Mischung aus Arbeits- und Führungszeugnis.

Schiffergesellschaft ab dem 19. Jahrhundert

Die Schiffergesellschaft ab dem 19. Jahrhundert

Bis zum Jahr 1853 konnte die Schiffergesellschaft nachhaltigen Einfluss auf die Politik der Hansestadt Lübeck nehmen. In der Folgezeit sollte sich ihre Stellung jedoch ändern. Im Jahr 1853 verbanden sich die kaufmännischen Kollegien zu einer Kaufmannschaft und wählten die Handelskammer zu ihrem Vorstand. Jedoch verlor die Kaufmannschaft schon bald nach ihrer Gründung immer mehr ihren ständischen Charakter und die hiermit verbundenen Privilegien.

Die neue Kaufmannsordnung brachte auch für die Schiffergesellschaft wesentliche Änderungen, denn von nun an wurden die Belange der Schifffahrt von der Handelskammer vertreten. Alle Angelegenheiten rund um die Schifffahrt wurden bis zu diesem Zeitpunkt im „Commerz-Collegium“ geregelt, in dem auch die Schiffergesellschaft durch ein Mitglied vertreten war. Durch die neue Kaufmannsordnung wurden die Schiffer weitgehend vom wirtschaftspolitischen Leben in Lübeck ausgeschlossen, denn in der Handelskammer waren die Schiffer nicht vertreten, weil sie keine Mitglieder der Kaufmannschaft werden konnten. Zudem lag auch eine der wichtigsten Stellen im Lübecker Hafenbetrieb, nämlich die des Wasserschouts, im Einflussbereich der Handelskammer. Aufgabe des Wasserschouts war es, ein Verzeichnis der lübeckischen Seeleute zu führen, die ihm auch disziplinarisch unterstanden. In Absprache mit den Ältesten der Schiffergesellschaft war es seine Pflicht, für die nötige Anzahl von Schiffsbesatzungen zu sorgen und die Heuer für die Mannschaften auszuzahlen.

Im Winter des Jahres 1866 informierte der Senat die Schiffergesellschaft darüber, dass sie mit Beginn des Folgejahres auf ihre gewerblichen Privilegien verzichten musste und bis zum 1. März 1867 zusätzlich die letzten ihre Aufgaben abzugeben hatte. So wurde beispielsweise die obere Leitung sowie Beaufsichtigung der Schiffswacht ab Anfang 1867 vom Polizeiamt übernommen. Nur kleinere Aufgaben, wie etwa die Einstellung der Wächter, fiel noch weiterhin in den Zuständigkeitsbereich der Schiffergesellschaft.

Außenschild der Schiffergesellschaft

Interview mit Frank Höhne vom Restraurant Schiffergesellschaft

André: Hallo zusammen, heute bin ich in der Schiffergesellschaft in der Breite Straße 2, bei einem der zwei Geschäftsführer Frank Höhne zu Gast. Hallo.

Frank: Hallo, schönen guten Morgen.

André: So, von der der Schiffergesellschaft habe ich immer wieder gehört, aber drin war ich erst im letzten Jahr. Und mich faszinierte die Hanse schon immer. Als Kind habe ich die Handelssimulation Hanse gespielt. Kennst Du die zufällig.

Frank: Nein kenne ich nicht. Bin wahrscheinlich älter als Du, deshalb sagt mir das nichts.

André: Das wahrscheinlich. Genau. Jo. Und ansonsten hatte ich wenig Berührungspunkte bisher mit der Schiffergesellschaft. Als ich hier das letzte mal essen war dachte ich mir: Als Referenzkunde kommt ihr sehr gut in Frage. Angefragt und dann habt Ihr auch oder Du, sehr schnell geantwortet. Das fand ich klasse. Ja und die Weihnachtszeit wollte ich noch wegen der Dekoration abwarten. Und ja, heute bin ich hier. So: Hallo Frank. Wir haben uns auf Du geeinigt. (Frank: Ja.)

Bereits ende letzten Jahres hatte ich, wie gesagt, ein paar Bilder hier machen können für Wir sind Lübeck – die Bilder haben über meinen Social Media Kanal sehr gut Anklang gefunden. Wie die Zuhörer und Leserinnen jetzt wissen, befinde ich mich in einem Restaurant. Frank, erzähl ein bisschen von Dir. Werdegang, wie alt bist Du, was hast Du vor der Geschäftsführung der Schiffergesellschaft gemacht?

Frank: Ja, das ist kurz erzählt. Ich bin 54 Jahre alt und bevor ich die Schiffergesellschaft übernommen habe, war ich 26 Jahre lang bei City oder Chefs Culinar als Niederlassungsleiter und habe dort die letzten Jahrzehnte verbracht. Ich bin hier zu der Schiffergesellschaft gekommen, weil ich hier früher mal gelernt habe. Ich habe 1979 bis 84 Kellner und Koch hier gelernt. Und es war immer ein Wunsch die Schiffergesellschaft zu übernehmen. Und das bot sich 2015 an und dann haben wir auch zugeschlagen.

Kellner in der Schiffergesellschaft

André: Ja super. Neben dem ganzen maritimen Umfeld hier bist Du selbst auch in irgendeiner Art und Weise dem Meer verbunden?

Frank: Nein, eigentlich weniger. Ich finde es immer schön am Meer zu leben, das schon. Aber sonst die ganz große Beziehung habe ich nicht dazu.

André: Kein Segelboot, Segelfan?

Frank: Kein Segelboot. Leider nicht. Ich würde es gerne nochmal machen. Vielleicht werde ich das irgendwann mal machen.

André: Okay. Du hast es gerade schon erwähnt, was dich dazu bewogen hat die Schiffergesellschaft zu übernehmen. Mit Michael Engel zusammen, der ist selbst auch häufiger vor Ort tätig?

Frank: Ja, selbstverständlich. Herr Engel und ich machen dass zusammen, oder Michael. Wir wollten das auch immer zusammen machen, Michael ist Küchenmeister und leitet hier die Küche. Michael war in den 80ern, ende 80er Anfang 90er auch schon einmal hier. Als Sous Chef unten in der Küche. Und von daher ist die Verbindung durch eine alte Freundschaft und wir kennen uns schon lange, so entstanden, dass wir es zusammen machen. Alles was Restaurant ist hier oben mache ich. Habe ich auch zu verantworten. Und alles was Küche ist das macht Herr Engel, oder Michael unten in der Küche. Aber zusammen machen wir alles. Also wir sind ein wirklich sehr, sehr gutes Team. Wir verstehen uns sehr gut und ziehen an einem Strang. Aber von den Schwerpunkten her ist das bei uns genau aufgeteilt.

André: Okay. Im Internet habe ich gelesen, 1976 wurde das Restaurant zuletzt restauriert und Ihr habt selbst auch,  2015 auch für sechs Wochen restauriert. Was genau habt Ihr hier alles gemacht?

Frank: Wir haben hier hauptsächlich die Küche erneuert. Alles was mit Strom zu tun hat gerade gezogen. Wir haben hier oben das Hansezimmer-, Lübeck Hansezimmer und Salon gestrichen. Neue Teppiche verlegt und neue Tische aufgestellt. Wir haben vorne in der Halle den Eingang völlig neugestaltet. Aufgrund der Windverhältnisse hier, die immer herrschen, gerade auch vor der Schiffergesellschaft, haben wir jetzt einen Eingang gebaut, wo die Gäste sich im Winter nicht mehr gestört fühlen durch Kälte im Restaurant.

Das war früher immer ein Problem hier. Das haben wir hauptsächlich gemacht. Aber ganz, ganz viel Geld ist einfach auch in die Sanierung der Küche und der unteren Räume, sprich Wirtschaftsräume geflossen. Um das alles mal wieder nach fast 40 Jahren, weil es gab einen kleinen Stau, wieder einmal gerade zu ziehen und vernünftig arbeiten zu können. Das war uns ganz, ganz wichtig.

Bänke in der Schiffergesellschaft

André: Ich dachte zuerst, oha wie kriege ich die Tür auf. Dann dachte ich, macht jemand die Tür auf, weil die ging automatisch auf. (Frank: ja genau.) Aber wie kommen, ich habe jetzt nicht genau darauf geachtet, wie kommen Rollstuhlfahrer hier rein? Das ist schwierig wahrscheinlich?

Frank: Schlecht. Ganz schwierig. Also das ist leider ein riesen Problem hier, was uns auch immer sehr leid tut. Aber da greifen viele Zähne nicht ineinander, wie ich sage mal: Denkmalpflege. Wo sollen die Rampen hin, wie soll das gemacht werden. Also auch mit den Sanitären Anlagen ist das wirklich hier ein Problem. Weil es ist ein altes Haus. Das ist sehr verschachtelt. Und das ist schon schwierig hier das zu meistern und hier mit Rollstuhlfahrern umzugehen. Aber wir sind da wirklich immer sehr, sehr behilflich.

Wir wissen damit umzugehen mittlerweile. Auch Rollstuhlfahrer können gerne bei uns reinkommen. Also wir haben bestimmte Tische. Wie Stammtisch, wo Rollstuhlfahrer auch wunderbar sitzen können. Natürlich in den Bänken geht das nicht. Ist ganz klar. Nur mit der Toilette ist das ein bisschen ein Problem. Das geben wir zu. Das ist schwierig bei uns. Aber wir machen glaube ich das Beste daraus. Also wir wollen keinen verprellen.

André: Ihr geht offen damit um? Wunderbar. (Frank: Absolut.) Ähm ja, wenn ich die ganzen Plätze, Räume und so weiter zusammenzähle, komme ich auf 510 Plätze, also 510 Gäste die Platz hätten. Sprich mit dem Garten zusammen. Schöpft Ihr das voll aus, habt ihr hier wirklich mal 510 Gäste sitzen?

Frank: Nein. Also es gibt Veranstaltungen, die so viel Plätze einnehmen. Also maximal 400 kriegen wir so hier im Restaurant unter. Dass ist dann auch wirklich schon sehr, sehr eng gestellt. Alle Plätze ausschöpfen tun wir eigentlich fast nie. Das würden wir auch gar nicht küchentechnisch schaffen. Im Sommer, wenn der Garten auf ist und der Garten gut besucht ist und dann eben mit 120, 130 Leute dort Platz nehmen, dann schaffen wir das oben natürlich nicht alles. Dann machen wir oben einige Räume zu. So wie den Salon und Lübeck Zimmer. Die Halle bleibt natürlich immer auf.

Der Historie wegen, weil die Leute das gerne sehen. Aber muss schon sagen, oder kann auch sagen, voller Stolz, dass wir küchentechnisch und servicetechnisch sehr, sehr gut aufgestellt sind. Wir haben schon eine ziemlich hohe Schlagzahl. Aber das kriegen wir kochtechnisch und im servieren sehr gut hin.

André: Dass kann ich auch bestätigen, als wir hier zur Weihnachtszeit hier drinnen saßen. Da war auch volles Haus, aber unser Essen kam gleichzeitig an. Das war sehr zufriedenstellend und lecker.

Küche in der Schiffergesellschaft

Frank: Dankeschön. Das ist auch wirklich unser Anspruch, das schafft nicht jeder. Da sind wir auch sehr, sehr stolz drauf.

André: Die Räume selber haben verschiedene Namen – die historische Halle, ich nehme  mal an, das ist der Eingang unten, oder?

Frank: Richtig. Das ist der Eingang und die eigentliche Schiffergesellschaft, ist das. Also dort, was 1535 ja mal gekauft worden ist von der Bruderschaft dieses Haus. Und auch immer noch so ist. Dass ist die eigentliche Schiffergesellschaft. Stimmt.

André: Dann der Kapitänssalon. Das ist wo?

Frank: Das ist wenn man durch die Halle geht, gleich oben erste linke Raum. Das ist hier der Kapitänssalon. (André: Okay.) Das ist der Kapitänssalon. Hat so vierzig, fünfzig Sitzplätze. Hat den Vorteil, dass man da in vernünftigen Sesseln sitzen kann und hat natürlich ein bisschen mehr Ruhe als unten in der Halle. In der Halle ist natürlich, so wie sich das auch gehört. Es ist immer was los. Es ist eine quirlige Stimmung dort. Es ist natürlich auch mal lauter dort, weil das natürlich eine große Halle ist. Und im Salon kann man eben ganz in Ruhe sich auch mal eben was erzählen. Familienfeiern werden hier gerne gehalten. Geschäftsessen, werden dort auch sehr gerne gebucht. Gerade wenn man von unserer Industrie, von unseren Leuten hier welche kommen. Von großen Firmen,die nutzen das schon ganz gerne, um hier oben im Salon vernünftig zu sitzen. Und vor allem in Ruhe.

André: Dann haben wir das Hansezimmer.

Frank: Ja, Hanse-Lübeck-Zimmer. Das ist so der größere Teil mit. Also Hanse-Lübeck-Zimmer, wir können dieses nochmal abteilen. Passen ungefähr 100, 120 Leute rein. Es kommt darauf an, wie man es stellt. Also auch sehr, sehr gerne genutzt für große Feierlichkeiten, Geburtstage, Hochzeiten. Also wir könne hier alles. Wir haben auch eine Tanzfläche, Live-Musik kann hier gespielt werden. Also diese Räume sind schon, gerade für größere Veranstaltungen.

André: Wo nutzt ihr die Tanzfläche?

Frank: Die Tanzfläche, wir haben eine aufbaubare Tanzfläche.  Das sind Platten die wir aneinander legen können. Man kann sehr, sehr gut darauf tanzen. Weil wir haben ja hier jetzt Teppichboden oben liegen, dass bringt natürlich so Spaß darauf zu tanzen. Aber das können wir gerne machen, wir haben alles vorrätig hier.

Tanzfläche kann individuell aufgebaut werden

André: Habt ihr auch mal Hochzeitsgesellschaften hier drinnen?

Frank: Ja, das freut uns sehr, gerade in diesem Jahr 2018, haben wir viele Anfragen, hier Hochzeiten auszustatten. Und nicht wie man vielleicht vermutet, für ältere Paare, die das zweite Mal heiraten. Nein. Also wirklich junge Paare, die hier gerne feiern möchten. Was uns natürlich unheimlich freut. Hier mal wieder vernünftig Hochzeiten zu feiern. Und das ist eben dieses schöne Ambiente. Man muss es mögen. Es ist bei uns sehr gediegen, sehr schön. Und wir haben ja, ich sage mal, in Verbindung mit dem Garten draußen, kann dann so eine Hochzeit natürlich auch wunderbar spielen. Nur die Wettergarantie kann man natürlich nicht geben. Aber das ist glaube ich überall in anderen Restaurants auch so. Aber es ist schon, sehr, sehr, sehr erfreulich, dass wir Anfragen haben. Das freut uns schon ungemein.

André: Dann hatte ich das Lübeck-Zimmer, dass ist wo?

Frank: Das gehört auch mit dazu. Hanse-Lübeck-Zimmer. (André: Ah okay, okay.) Das ist so ein Doppelname.

André: Ist das hier hinter diesem Raum das Lübeck-Zimmer?

Frank: Genau. Richtig. Wird aber eigentlich so zusammen ausgesprochen, weil das eigentlich ein Raum ist. Kann aber durch eine kleine Trennwand getrennt werden.

André: Kapitäns-Salon und jetzt habe ich noch Kapitäns-Zimmer, wo befindet sich das?

Frank: Ja, dass ist ein wunderschöner Raum, das Kapitäns-Zimmer. Der ist eine Etage tiefer dieser Raum. Wird eigentlich nur von den Inhabern hier, von den Kapitänen, die der Bruderschaft vorstehen genutzt. Aber wir haben diesen Raum jetzt wirklich schön fertig gemacht. Wir haben ganz tollen Eichentisch  reingestellt und dieser Raum kann von bis zu 17 Personen maximal genutzt werden. Aber auch gerne nur für vier Personen oder sechs Personen.

Der Raum ist wirklich sehr, sehr gediegen. Dort ist so ein bisschen die Historie der Schiffergesellschaft, der Bruderschaft der Kapitäne nachzuvollziehen. Ein wirklich sehr schöner Raum. Und man sitzt wirklich ganz unter sich. Es sind keine anderen Gäste dort drin.  Wenn man wirklich mal was in Ruhe feiern möchte, eine Familienfeier, Geburtstage aber auch Geschäftsessen, wird dieser Raum sehr gerne genommen.

Kapitäns-Zimmer in der Schiffergesellschaft

André: Okay, das sind 17.

Frank: Genau. Also circa für 17 Gäste, weil wir dort einen ovalen Tisch stehen haben. Früher war das ein bisschen anders. Da waren  eckige Tische drin, aber das gefiel uns nicht und deshalb haben wir diese ausgetauscht.

André: Okay. Dann habe ich noch, als ich gleich reingekommen bin, rechts vom Eingang den Gotteskeller, dass ist eine Bar oder?

Frank: Ja. Gotteskeller ist eine Bar. Diese Bar, bevor wir es übernommen hatten, war glaube ich um die zwölf Jahre geschlossen. Und wir wussten nicht so richtig was wir damit machen sollten. Der Gotteskeller hat eigentlich einen sehr guten Namen in Lübeck, gerade bei den älteren Herrschaften, die das von früher her noch kennen. Also diesen Gotteskeller gibt es seit circa 37 Jahren. Und wir wussten nicht so richtig was wir damit machen sollten. Wir wollten einen Pub daraus machen. Wir wollten bis hin zu einer Sushi-Bar daraus machen. Aber eigentlich ist es das nicht. Und deshalb haben wir uns entschieden, den Gotteskeller so zu lassen wie er ist. Wir habe nur die Technik komplett erneuert. Also die ganze Bartechnik dahinter. Weinklima und, und haben wir erneuert. Und seitdem wir unseren Barkeeper Tim da haben, ist das wirklich eine sehr erfolgreiche Bar geworden.

Man darf dort auch rauchen. Das ist auch so gewünscht. Wir haben eine tolle Abzugsanlage. Man riecht dort nicht doll nach Rauch, auch wenn viele Leute dort rauchen. Das funktioniert wirklich gut. Und die Bar hat geöffnet immer von Dienstag bis Samstag. Sonntag und Montag ist Ruhetag. Man kann diese aber auch, was in letzter Zeit sehr viel genutzt wird, auch für kleine Feierlichkeiten, bis zu 25 Personen auch mieten. Mittlerweile haben wir auch ganz viele Geburtstage die dort gefiert werden oder Firmenfeiern, die unter sich sein wollen. Dann servieren wir natürlich auch Essen dort. Sonst dürfen wir das nicht. Klar, wenn es eine Raucherbar ist darf natürlich kein Essen serviert werden, machen wir natürlich auch nicht. Ganz klar.

André: Das wäre eine meiner nächsten Fragen gewesen, weil ich dachte: Okay, wenn da jetzt noch einer isst und daneben am Tisch geraucht wird, das wäre ja nicht so schön.

Frank: Nein, da gibt es ja auch Gesetze und das finde ich auch völlig vernünftig so, dass das so ist.

André: Gab es ja damals mal, also hätte ja sein können, dass es das wieder gibt?!

Gotteskeller Raucherbar im Keller der Schiffergesellschaft

Frank: Genau, aber das ist einfach auch verboten. Und es ist von außen her so sichtbar. Also auch das der Zutritt nur ab 18 Jahre ist. Also da halten wir uns schon dran. Nur es gibt Firmen, die sagen: Wir wollen erst schön essen, aber danach wollen wir richtig schön feiern. Und da wollen wir auch gerne mal eine rauchen. Und dann passt das natürlich ideal.

André: In der großen Halle im Eingangsbereich habe ich vorhin detaillierte Aufnahmen gemacht, ebenso von den Sitzbänken und den anderen zahlreichen Verzierungen und so weiter. Da sagtest du, die sind auch noch original aus damaliger Zeit?

Frank: Ja, die sind wirklich, was uns immer fast keiner glaubt, aber die sind wirklich aus 1535,  alle diese Verzierungen sind wirklich noch original. Es ist genau so wie 1535 eingerichtet. Steht das hier immer noch so diese Gelage. Natürlich gab es Veränderungen in den Jahrhunderten. Vom Fußboden her, es gab schon ein paar Details, die sich verändert haben. Aber im Grunde her von den Sitzen, von den Sitzmöglichkeiten her ist es wie früher. Das sieht man auch wenn man sich ganz alte Unterlagen oder Bücher anguckt. Alles ist noch genau so wie damals.

André: Und ich dachte die Sitzbänke sind detailgetreu nachgebaut. An den Decken hat ihr alte Schiffe runterhängen, sind auch auch noch aus damaliger Zeit?

Frank: Absolut original.  Das sind Schiffe aus dem 15ten, 16ten Jahrhundert. Auch 17tes Jahrhundert dabei. Und das sind wirklich alles Original-Schiffe. Die von Seeleuten gebaut worden sind oder die Seeleute mitgebracht haben in diesen Jahrhunderten. Das älteste Schiff ist meine ich so um 1480, was wir auch gerade restauriert haben. Die müssen natürlich immer wieder restauriert werden.

Es ist immer ein Schiff nach dem anderen dran. Genau so wie die Säuberungen der Schiffe, sie werden alle zwei Monate durchgeführt. Sie werden gereinigt und abgepustet vom Staub. Gereinigt, weil die vielen Takelagen die da dran sind, sehen einfach nicht schön aus, wenn da überall Staub ist.

Dekoration in der Schiffergesellschaft

André: Ich hatte gerade gehört, dass der Hintergrund hier neu gemacht wurde von dem Schiff in der Vitrine.

Frank: Ja,  der Hintergrund ist gerade neu gemacht worden. Es ist das Hanse-Lübeck-Zimmer ist ein schöner Raum. Aber wenn wir es für à la carte nutzen, also sprich jetzt ganz normal für das Geschäft, ist dieser Raum immer einfach teilweise zu trist. Und wir versuchen gerade den Raum mit Möglichkeiten ein bisschen aufzuwerten. Und da lassen wir uns beraten. Wir haben da einen sehr, sehr netten, schönen Berater, den Hernn Professor Goden und durch den neuen Hintergrund ist das einfach ein ganz anderer Raum geworden. Er bekommt eine ganz andere Tiefe.

Wir sind auch nicht so ganz am Ende damit.  Wir sind jetzt noch dabei ein paar weitere Verschönerungen zu machen. Aber immer natürlich im Stil der Schiffergesellschaft.  Jetzt nicht irgendwelche modernen Sachen hier rein bringen, sondern einfach und natürlich in diesem Stil zu bleiben. Ist einfach zu schön, um hier irgendwas zu verschandeln.

André: Ja, das stimmt. Die Schiffe, sind sehr schön, aber an den Wänden habt ihr auch noch was. Schwer zu erkennen, wenn man jetzt vorne in der historischen Halle reinkommt. Vorne auf der rechten Seite. Die Wand, was ist da genau drauf?  Ich habe versucht es zu fotografieren, aber es ist sehr schwer zu erkennen, selbst mit einer Langzeitbelichtung, was befindet sich an der Wand?

Frank: Das sind große Gemälde, die auf Holz gemalt sind. Aus dem 16ten Jahrhundert. Und diese Gemälde sind praktisch Darstellungen des alten Testaments. Biblische Darstellungen des alten Testaments. Und wir haben schon vieles versucht, mit neuster Technik mehr zu beleuchten. Die Problematik ist nur, dass diese Beleuchtung, so viel Licht in Anspruch nimmt, dass es einfach den Charme des Raumes wegnimmt.

Das ist also dieses Schemenhafte und das wirklich zu beleuchten, da muss man so viel Licht an die Wand bringen, ich habe schon vieles,vieles probiert. Wir werden jetzt noch ein paar Proben bekommen, um das jetzt von oben mal bescheinen zu können. Also wir sind da immer dran. Wir würden es mehr noch dezenter beleuchten. Aber es ist unheimlich schwierig.

André: Klar, aber ich glaube auch, mit zu viel Licht würde der Charme der Halle abhanden kommen.

Frank: Der Charme wäre weg. Wenn man das so hell machen würde, dass man das sieht. Und ehrlich gesagt, es ist zwar schön, aber so schön ist es auch nicht.

André: Okay. So, bei den Veranstaltungen bei euch auf der Website habe ich gelesen, dass ihr am 30ten Juni, 28ten Juli und 25ten August ein kubanisches Trio vor Ort habt, wie wird die Band ausgesprochen?

Frank: SAOCO.

André: Genau. Featured by Juan Capote tritt bei euch auf. Sind da noch Reservierungen möglich? Oder ist schon alles ausgebucht?

Garten – Außenbereich der Schiffergesellschaft

Frank: Nein, es sind Reservierungen noch möglich und wir versuchen dieses ja immer im Garten unterzubringen,  ich sage mal, wir haben hier schon wunderschöne Kuba Abende gehabt. Wenn das Wetter denn mal schön ist. Wenn das Wetter nicht so schön ist, dann machen wir es bei uns oben im Hanse-Lübeck Zimmer. Ist auch nett, aber kommt natürlich nicht die Stimmung rüber. Mittlerweile tritt die Band seit mehreren Jahren bei uns auf und hat eine kleine Fangemeinschaft.

Es gibt wirklich Gäste, was uns sehr freut, die wirklich, wenn die dreimal im Jahr hier sind, wirklich alle dreimal kommen. Wir kochen da auch spezielle kubanische Gerichte. Wir machen eine spezielle Bar auf Cuba Libre, Rum, Havanna spielen wir dann natürlich. Es ist aber ein Abend wo kubanische Musik im Hintergrund ist. Die Gäste sollen sich wohlfühlen, man soll lauschen aber man soll auch schön essen. Es ist jetzt kein wilder Abend, aber es ist einfach ein schön leichter, beschwingter Abend mit wunderbarer kubanischer Musik im Hintergrund.

André: Hört sich gut an.

Frank: Ja, es ist auch wunderschön. Also wenn das Wetter dann noch mitspielt. Ich hoffe, dass wir in diesem Jahr ein bisschen mehr Glück haben als im letzten Jahr. Dann ist es wirklich ein Traum. Sollte man sich, wenn man solche Musik mag unbedingt angucken.

André: Ja schön, hört sich gut an. Sind weitere Veranstaltungen geplant? Auf der Homepage habe ich bisher nichts gelesen. Aber ist sonst irgendwas geplant, was vielleicht noch nachträglich hinterher ziehen könnte?

Frank: Wir haben jetzt noch geplant, ein kleiner Dinner-Abend mit Theater. Das macht aber eine Fremdfirma. Aber ansonsten ist unsere Auslastung eigentlich so gut, dass wir fast da gar nicht dazu kommen mehr zu planen. Und ich hatte es mir, bevor wir die Schiffergesellschaft übernommen haben, eigentlich auch anders vorgestellt, dass wir in der ruhigeren Zeit, wie Januar, Februar, März, andere Veranstaltungen abhalten könnten. Wir hatten das auch letztes Jahr mal gemacht, mit einem schönen Weinabend.

Das dauert wieder bis die Leute Lust dazu haben wieder ausgedehnte Abende zu sitzen. Und solche Veranstaltungen mitzumachen. Das ist einfach so. Und von daher haben wir da so ein bisschen Abstand von genommen. Und wir beginnen dann erst wieder im Sommer mit den Kuba Abenden. Aber geplant ist sowas. Weil man könnte das hier wunderbar spielen. Gerade in dieser historischen Halle, ich sage mal, auch mal London bei Nacht, Lübeck bei Nacht, bei Nebel machen. Sowas haben wir noch geplant. Es ist natürlich dann schon so ein bisschen moderner und abgehobener, aber das haben wir vor.

André: Habt ihr Stammkundschaft, die hier schon Jahrzehnte herkommt?

Kapitän Hans-Rolf Rauert

Frank: Ja, die haben wir viel. Mit der Übernahme durch uns 2015 haben wir auch sehr viel alte Stammkundschaft übergeben bekommen. Und wir haben ja die alte Mannschaft mit übernommen. Also auch gerade unser Oberkellner der seit über 40 Jahren hier ist. Das muss man sich mal vorstellen. Die haben mich schon ausgebildet. Sind seit 74, 76 hier. Haben uns natürlich sehr viel geholfen, jetzt, ich sage mal, diese Stammgäste kennenzulernen. Und immer noch kennenzulernen. Es gibt sogar wirklich Lübecker die jede Woche zu uns zum Essen kommen. Ja. Und das freut uns unheimlich.

Selbst Urlauber,  die hier Ferien machen, haben wir, dass ist keine Seltenheit, Gäste, die wenn sie eine Woche hier sind, wirklich jeden Abend zu uns zum Essen kommen.  Das ist schon, denke ich, was Besonderes von der Stimmung her. Vor allem vom Ambiente her, die finden das einfach toll. Und das ist für uns das größte Lob, was wir kriegen können, wenn die Gäste immer wieder zu uns kommen. Und auch, ich sage mal, Urlauber oder Touristen, die hierherkommen und das einfach genießen und einfach toll finden.

André: Ja. Wir hatten da vorhin auch einmal kurz drüber gesprochen. Google Plus selbst sagtest du wird jetzt gar nicht weiter großartig durch euch betreut. Aber was ihr, ich glaube das waren 260 Bewertungen, die ihr da habt und durchgehend fast nur positiv – das ist wunderbar. Das kann man sich als Unternehmen nur wünschen. Ihr macht da nicht viel, aber nichts desto trotz kriegt ihr ein super Feedback von den Leuten die hier waren. Das spricht für euch!

Frank: Wir geben uns auch wirklich große Mühe. Ich glaube die Arbeit, die wir hier machen mit unseren über 70 Mitarbeitern, Festangestellten, glaube ich die ist schon relativ einzigartig. Ist natürlich auch dem geschuldet, dass wir Gott sei Dank viel zu tun haben. Aber wir auch noch wirklich richtig kochen. Wir haben die klassische Küche noch. Natürlich mit unseren ganz normalen Gerichten. Aber wir kochen hier wirklich noch echt klassisch. Und ich glaube das kommt auch in diesen neuen Zeit, wieder besser an.

Gut, wir können nicht alles richtig machen. Also das ist einfach so. Das gestehen wir auch ein. Wir kümmern uns auch darum, wenn die Gäste nicht zufrieden sind. Aber ich glaube, dass macht das auch aus.

André: Ja stimmt. Da hatten wir auch einmal kurz drüber gesprochen. Ich finde sowas auch wichtig, dass man das dann persönlich vor Ort anspricht, als irgendwie dann unpersönlich über komische Kommentare oder so. Da kann man noch vor Ort drauf agieren. Das finde ich im Nachhinein nicht so gut. (Frank: Würde ich mir auch wünschen.) Genau. Auch super: Ihr habt auch Stellenangebote, dieses Jahr sucht ihr eine Restaurantfachkraft, Köchin oder Koch, neben der langen Tradition, die ihr hier habt, welche Gründe gibt es noch für die jungen Leute sich dann hier auf eine dieser Stellen zu bewerben?

Ausbildung als Koch in der Schiffergesellschaft

Frank: Also ich glaube Gastronomie zu lernen hier bei uns ist wirklich von der Pieke auf an. Also im Restaurantbetrieb jetzt. Wir sind ja kein Hotel, wir sind ein reines Restaurant. Und wir bilden gerne noch Köche aus, weil man hier glaube ich noch richtig was lernt. Einmal vom Kochen her, was ich auch gerade schon ansprach, wir kochen noch klassisch und vom Service her. Ich glaube es gibt wenige Restaurants die noch vorlegen die noch tranchieren oder flambieren am Tisch. Das Zelebrieren wir hier alles noch.

Das tun wir aus vollem Herzen. Und wir haben auch noch die Leute, die dass ausbilden können. Wir haben unser Service- und auch Küchenteam ist ein Mix. Ich sage mal aus allen Altersgruppen, von jung bis kurz vor der Rente. Ich glaube, das macht das einfach auch interessant hier zu lernen. Und ich habe ja hier auch mal gelernt und es hat mich mein Leben lang geprägt. Das was ich hier gelernt habe, das Arbeiten, Ordnung, Sauberkeit, Disziplin.

Das prägt einen sein ganzes Leben. Also mich hat es jedenfalls immer geprägt. Und deshalb freuen wir uns, wenn wir ausbilden können. Leider ist das ja so wie fast überall, dass das nicht mehr jeder werden will. Man muss da wirklich Lust zu haben, zu Gastronomie. Man kann Gastronomie nicht machen wenn man keine Lust, also vom Herzen her, das nicht macht, sollte man das nicht tun. Weil man hat mit Menschen zu tun. Es ist eine harte Arbeit. Auch in der Küche eine harte Arbeit und Service sowieso.

Man muss das wirklich wollen. Aber die es wollen, da haben wir Gott sei Dank noch einige von. Die haben auch Spaß daran. Und man hat jeden Tag eigentlich ein gutes Gefühl mit Gästen zu arbeiten. Dass muss man wirklich sagen. Ich sage mal dieses schnelle Feedback, dass meist Gute, kriegt man in keinem anderen Beruf.

André: Haben die, die dann eine Ausbildung bei euch anfangen, auch eine Chance vielleicht auf Festanstellung danach?

Frank: Selbstverständlich. Also ich sage mal, wir sagen immer Eigengewächse dazu. Wir haben viele Eigengewächse hier, die hier gelernt haben und auch hier geblieben ist. Obwohl ich muss dazu sagen, ich habe jetzt gerade auch eine gehabt, eine Auszubildende, die sehr, sehr gut war. Aber wo ich gesagt habe, du kannst bei uns noch ein halbes Jahr arbeiten, aber dann bitte gehst du weg. Weil es ist wichtig in der Gastronomie weg zu gehen und weiter dazuzulernen. Wir haben jetzt nur die Grundkenntnisse vermittelt, aber es gibt ja Leute, die wirklich da Lust zu haben, die weiterkommen wollen und die muss man einfach wegschicken.

Damit sie was anderes sehen und lernen. Es ist verpönt in der Gastronomie am Ausbildungsplatz weiter zu arbeiten. Man geht weg und muss Erfahrung sammeln. Gerne kann man nach zwei, drei, fünf Jahren wiederkommen. Und kann dann, ich sage mal, ganz anders gestärkt hier wieder arbeiten. Aber wir versuchen schon Leute, die gut sind, weiter zu fördern und die müssen dann auch weg. Das ist so. Jeder andere würde mich jetzt wahrscheinlich für verrückt erklären, aber es ist einfach so. Und die müssen dann auch mal raus, was anderes sehen. Ganz, ganz wichtig!

Ausbildung in der Gastronomie

André: Joa, kannte ich auch noch nicht, aber ich lerne immer dazu. Eure Speise- und Getränkekarte ist einer Zeitung nachempfunden. Finde ich sehr schön aufgebaut und in regelmäßigen Abständen wird der ein Extrablatt hinzugefügt und diese kann man bei euch auch mitnehmen. Ist ja selten das man Speisekarten mitnehmen kann. Was finden die Gäste in dem Extrablatt vor – was schreibt ihr da rein?

Frank: Das Extrablatt ist eigentlich unsere Tageskarte. Natürlich Extrablatt, so ein bisschen auf dem Zeitungsgenre aufgebaut. Wir haben einmal die große Karte, wo wir sagen: Die Zeitung die du angesprochen hast, das ist unsere Standardkarte, über das ganze Jahr oder ein halbes Jahr. Wir machen entweder alle halbe Jahr oder Jahr eine neue Karte, eine komplett neue Zeitung. Und im Tagesblatt ist wirklich, was jetzt gerade angesagt ist. Ich sage mal der Grünkohl der gerade wieder draufsteht oder wenn wir jetzt gerade frischen Steinbutt haben, wenn wir sowas zukaufen können.

Das ist uns immer wichtig immer tagesaktuell und zeitlich aktuell zu sein. Ich sage mal, das Schnitzel bieten wir ganze Jahr über an. Aber ich sage mal den Grünkohl bieten wir nur in einer bestimmten Zeit an. Oder wie den Spargel oder wie auch immer, was Saisonal dran ist. Und die Zeitung ist auch so entstanden, dass die Gäste die mitnehmen können. Das ist uns ganz wichtig, weil ich finde nichts schlimmeres, wenn Speisenkarten zerfleddert aussehen. Du glaubst gar nicht wie viele Leute die Karte mitnehmen – Gott sei Dank. (André: Ja das ist ja auch so schön aufgebaut.) Es wirklich schön aufgebaut, die Leute nehmen sie mit, sie haben eine Erinnerung, ohne dass die Karte kaufen müssen.

Für uns ist es natürlich auch Werbung, ganz klar. Wir haben gelernt, die erste Zeitung im Vergleich mit der von vor drei Jahren, da liegen Welten zwischen. Wir haben sehr dazu gelernt die Karte aufzubauen, leserlicher zu machen, zu strukturieren. Bilder aber auch interessant zu machen, ist aber auch viel Geschichte drin, weil man natürlich auch herkommt die Geschichte lesen will. All dies können wir in der Speisekarte (Zeitung) verwirklichen und der Gast hat immer eine saubere, vernünftige Speisekarte.

André: Ja, dass kenne ich auch, manche Speisekarten in denen man blättert, da kleben sonst häufig die Seiten aneinander. Die mag man gar nicht anfassen.

Süßes Dessert zum Nachtisch

Frank: Genau. Und das Problem haben wir hier nicht.

André: Die Küche hast du gerade angesprochen, da habe ich im Netz gelesen von einem Highlight, dass das Steak im Southbend Grill zubereitet wird?

Frank: Ja, das stimmt. Ein Beefer, ich sage mal, brät das Fleischt so um 800 Grad mit Oberhitze und das haben wir hier auch. Wir haben ein Southbend Grill, der kommt aus Amerika, ist ein toller Grill,  per Infrarot brät er das Fleisch. Und das besondere darin ist einfach, dass das Fleisch, was dort reinkommt, das machen wir also nur mit unserer amerikanischen Ware, die wirklich mit Fett durchzogen ist. Die ist fast weiß die Ware, wenn man die roh sieht. Aber durch die hohe Hitze ist das so, als wenn das Fleisch karamellisiert. Es gibt einen ganz anderen Geschmack. Die Amerikaner essen das ja richtig dunkel schwarz.

Das machen wir nicht. Also das mögen unsere Gäste auch nicht. Wir sind  in Deutschland, unsere Gäste mögen es nur dunkel. Aber das ist auch schon richtig karamellisiert das Fleisch und vom Geschmack her einfach toll. Und dieses Fett, dass muss richtig marmoriert sein das Fleisch. Färse als Steakfleisch genommen werden, dass muss schon richtig fett sein. Das merkt man nachher aber nicht. Aber es macht sich in der Zartheit, wie saftig das Fleisch ist, bemerkbar. Das ist einfach wirklich ein Highlight. Das muss man wirklich sagen. Das Stück muss schon ein bisschen größer sein in diesem Southbend Grill. Ich kann da nicht mit so einem 200 Gramm Steak ankommen.

So schnell kann ich das gar nicht runterziehen, wenn es schon durch ist. Wir arbeiten auch mit zwei Stufen. Wir braten das an, ziehen es dann bei Seite und lassen es dann noch ruhen, damit der Fleischsaft sich auch wieder bindet und damit das Fleisch, wenn man es aufschneidet nicht ausläuft, sondern wirklich dieser Saft und diese Zartheit einfach noch gegeben ist. Das ist schon wirklich ein Highlight, ich glaube es gibt nicht so viele in Lübeck die das haben. Blockhouse, wollte ich gerade sagen, also hier im Elysee Hotel Hamburg gibt es auch ein Steakhaus, das sich THEOS nennt. Dort gibt es auch einen Southbend Grill.

André: Also, so wie du es beschreibst, klingt es schon sehr lecker, aber ich glaube man kommt nicht drum herum, es zu lesen oder zu hören ist eine Sachen, man sollte es einfach probieren!

Frank: Ist wirklich äußerst lecker das Fleisch.

Steak auf einem Southbend Grill

André: Neben den neuen Sachen, die ihr anbietet, bietet ihr auch Klassiker natürlich wie Labskaus an. (Frank: Ja.) Welche Klassiker findet man sonst noch so bei euch auf der Speisekarte?

Frank: Die Klassiker sind bei uns wirklich, wenn man das auch von der Beliebtheit sieht, das ist Wiener Schnitzel, es ist die Scholle, es ist die Steakschüssel. Das ist was die Gäste gerne essen. Wir haben eine grundehrliche deutsche Küche möchte ich mal sagen. Ja, auch wenn Wiener Schnitzel aus Österreich kommt. Aber ich sage mal, wir Deutschen lieben das Schnitzel und das sind einfach die Klassiker und wir kochen die einfach noch ganz normal. Also auch im Fischbereich. Wenn wir sehen, was wir im Fischbereich die Scholle auch verkaufen. Das ist so einfach, was Der Gast gerne isst.

Und was man nicht überall bekommt. Ich sage mal so diese Klassiker. Und auch jetzt gerade in der Grünkohlzeit, das es wirklich noch vernünftig gekocht wird, wo gibt es das heute noch? Da legen wir schon ganz, ganz großen Wert darauf, dass wirklich,  unsere deutsche Küche auch weitergepflegt wird und dass praktizieren wir hier auch. Ganz klar. Sei es jetzt mit Matjes Spezialitäten als Vorspeise, Lachs den wir selber machen, Beitzen und die Desserts werden alle selber gemacht.

Und wir machen das Mousse noch selber. Wirklich so diese Klassiker, das machen wir hier einfach noch. Das sind wir und das werden wir auch nicht ändern. Wir versuchen natürlich immer, klar, Nuancen reinzubringen, um das attraktiv zu machen. Natürlich auch schön anzurichten auf unseren Tellern. Das wird es immer bleiben und das wird es auch das wir das weiter fortführen, aber eigentlich wollen wir so richtig klassische Küche machen.

André: Okay. Ja, dann bin ich durch mit den Fragen und möchte dir dann noch einmal das Wort übergeben. Was möchtest du noch den Lesern, die das ganze dann nachlesen können oder anhören oder ansehen können noch mitteilen? Was gibt es noch über die Schiffergesellschaft zu sagen, was du vielleicht noch nicht angesprochen hast oder warum sollten die Leute gerade hier her kommen? Wobei ich schon diverse Gründe gehört habe um hier dann mal zu essen oder öfters her zu kommen.

Den Abend mit einem Cocktail im Gotteskeller ausklingen lassen

Frank: Wir sind einfach ein wunderschönes Restaurant mit ganz, ganz viel Ambiente. Wir sind nicht verstaubt, wie viele es denken. Es ist einfach gemütlich bei uns zu sitzen und auch gerne mal ein Bierchen oder auch Wein zu trinken. Man muss nicht immer essen bei uns. Man kann sich einfach nur mal wohlfühlen hier. Und ich glaube, was die vielen Gäste aus der Ferne hier so schätzen und auch natürlich die Lübecker, es ist einfach schön hier. Wir sind zwar gediegen und bei uns spürt man die Hanse aber wir sind nicht verstaubt. Aus all den genannten Gründen, sollte man hier bei uns einkehren (gerne vorher einen Tisch reservieren, sicher ist sicher!)

André: Vielen Dank.

Frank: Sehr gerne.

André: Dann wünsche ich dir heute noch, ich habe gehört nebenan habt ihr gleich noch einen Geburtstag. (Frank: Ja.) In der Eingangshalle sitzen auch schon die ersten Gäste, also das Geschäft geht langsam los. Dann wünsche ich dir viele neue, Interessenten und Gäste und danke dir für das Interview.

Frank: Vielen Dank, dass du da bist und das du heute wirklich so viele schöne Fotos gemacht hast. Ich bin gespannt wie das aussieht. Und ist bestimmt eine tolle Sache.

André: Gerne. Ich danke dir.

Restaurant Schiffergesellschaft Webseite

  • Gesundes Fast Food im schlottmann´s

    Fast Food muss nicht zwingend triefen vor Fett und ungesund sein. Dies beweist das gesunde Fast Food Restaurant schlottmann´s in Lübeck. Inhaberin Daniela Assmann-Kempke betreibt am Klingenberg ein Fast Food Restaurant, bei dem die Kartoffel im Zentrum des kulinarischen Interesses steht.

    Der besondere Clou: Du kannst auf Grundlage verschiedener Kartoffelvariationen Dein Essen selbst zusammenstellen. Fast Food und gesund essen: Das schlottmann´s beweist: Es geht wirklich und ist dazu noch sehr lecker!

    Gesundes Fast Food

  • Unverpackt-Lübeck: Der Shop, der ohne Verpackungen auskommt

    Findest Du es auch sinnlos, wenn Nudeln und andere Lebensmittel eingeschweißt im Supermarkt zum Verkauf angeboten werden? Dann solltest Du dem Laden Unverpackt-Lübeck einen Besuch abstatten. Hier kannst Du Drogerieartikel und Lebensmittel verpackungsfrei kaufen und damit das Müllaufkommen reduzieren und einen wertvollen Beitrag zum Thema Umweltschutz leisten. Zum Angebot des Shops zählt übrigens auch frisch gemahlener Kaffee und leckerer selbstgemachter Kuchen aus der eigenen Küche.

    Unverpackt einkaufen

  • Individuelle Sprachkurse in der Royal School of Languages

    Sprache lebendig erleben und lernen, das ist das Credo der Royal School of Languages, die im Jahr 1996 gegründet wurde. In der Royal School of Languages kannst Du verschiedene Sprachen in unterschiedlichen Kursen lernen. Auf Wunsch kannst Du Deinen Sprachkurs mit einem IHK-Abschluss und einem wertvollen Sprachzertifikat abschließen, damit steht Dir die Tür zur weiten Welt noch offener.

    Sprachschule

  • Daphne und Josephine – Mode im Vintage-Look

    „Daphne und Josephine“ – so lautet der Name des Modegeschäftes in der Hüxstraße in Lübeck, das von Claus Kettner und seiner Frau geführt wird. Die beiden bieten Bekleidung im Stile der 1940er und 1950er Jahre an – top-angesagter Vintage-Look . Hier kannst Du auch Maßanfertigungen in Auftrag geben – auf Wunsch auch ganz im Zeichen des geschäftseigenen Mode-Labels Brilliant Thieves. Hier erhältst Du eine erstklassige Beratung und einen tollen Service.

    Vintage Kleidung

  • Niederegger – Marzipan-Tradition seit mehr als 200 Jahren

    Niederegger in Lübeck gilt städteübergreifend als echte Institution, wenn es um edle Süßwaren und ganz speziell um Marzipan geht. Das Geschäft kann auf eine mehr als 200-jährige Geschichte zurückblicken. Wenn Du ein Fan der süßen Leckerei bist, hast Du bestimmt schon einmal etwas vom berühmten Niederegger Marzipan gehört, das und vieles mehr findest Du im Stammhaus in der Breite Strasse in Lübeck. Wenn Du vor Ort bist probiere die Marzipan-Nusstorte, die ist eine wahre Gaumenfreude.

    Lübecker Marzipan

  • natursteinwolf: Die wunderbare Welt der Natursteine

    Du bist auf der Suche nach maßgeschneiderten Natursteinen, um ein individuelles Projekt zu verwirklichen? Du wirst erstaunt sein, welche Auswahl natursteinwolf für Dich bereithält – ob Du nun Deine Terrasse neu verlegen möchtest oder auf der Suche nach der richtigen Inspiration für die Arbeitsplatten in Deiner Küche bist. Natursteine sind zeitlos und stechen Imitate in Sachen Qualität und Langlebigkeit bei weitem aus. Überzeug Dich doch selbst einmal davon und besuche den Showroom des Unternehmens natursteinwolf in der Travemünder Allee 34 in der schönen Hansestadt Lübeck.

    natursteinwolf – die natursteinmanufaktur

  • Mehr als nur Kaffee im Kaffeehaus

    Du bist auf der Suche nach einem besonderen „Leckerli“ für Dich oder möchtest Deinen Partner bzw. Deine Partnerin mit einem besonderen Kaffee verwöhnen? Dann statte dem Kaffeehaus in der Lübecker Altstadt mal einen Besuch ab. Hier erwarten Dich erlesene süße Versuchungen, garantiert selbstgemacht und aus regionalen Zutaten hergestellt. Ob nun Pralinen oder handgemachte Schokolade: Neben einem leckeren Kaffee und Kuchen findet das Süßigkeiten-Herz hier alles, was es begehrt.

    Kaffeehaus Lübeck

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    Du brauchst ansprechende Werbung für Dein Unternehmen? Du suchst einen regionalen Anbieter für Druckerzeugnisse? Die Druckerei Volker Hinzke GmbH mit Sitz in der Kanalstraße bietet ein breites Angebot aus Standard- bis hin zu Individualprodukten. Die Preise sind angelehnt an die üblichen Preise, die man sonst im Netz finden kann. Dies wird durch die Zusammenarbeit im Verbund gewährleistet. Das schöne ist wenn Du in Deiner Stadt Lübeck drucken lässt, Du kannst jederzeit persönlich vorbeigehen um kurz Rücksprache zu halten!

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