Weihnachtsmarkt in Lübeck

Weihnachtsmarkt Lübeck

Weihnachtsmarkt Lübeck

Der Lübecker Weihnachtsmarkt zählt zu einem der schönsten Weihnachtsmärkte Deutschlands. Allein im Jahr 2015 besuchten rund zwei Millionen Besucher den Lübecker Weihnachtsmarkt – auch wenn es sich bei dieser Angabe um keine offizielle Zahl, sondern eine Schätzung vom Geschäftsführer des „Lübeck und Travemünde Marketing“, Christian Martin Lukas, handelt.

Geschichte des Weihnachtsmarktes in Lübeck

Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Lübecker Weihnachtsmarkt im Jahr 1648. Es ist aber davon auszugehen, dass er älter ist als seine erste urkundliche Erwähnung. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts waren vorwiegend Handwerker mit ihren Ständen und Musiker auf dem Weihnachtsmarkt vertreten, die dort heute nur noch vereinzelt zu finden sind. Heute dominieren eher Glühwein- und Verzehrstände das Bild des Weihnachtsmarktes.

Geschichte des Lübecker Weihnachtsmarktes

Geschichte des Lübecker Weihnachtsmarktes

Der Lübecker Weihnachtsmarkt zählt zu den bekanntesten Weihnachtsmärkten Norddeutschlands. Er findet jedes Jahr nach dem Gedenktag Ewigkeitssonntag* bis zum 30. Dezember verteilt auf die Lübecker Altstadt statt. (*Eher bekannt als Totensonntag: Gedenktag in den evangelischen Kirchen und der Schweiz an die Verstorbenen)

Teilverlegung des Weihnachtsmarktes 2017

Aufgrund der Hochwassergefahr an der Obertrave wird ein Teilbereich des Weihnachtsmarktes inklusive der Schlittschuhbahn an das europäische Hansemuseum verlegt. Bis 2016 befand sich der ausgelagerte Teil des Weihnachtsmarktes an der Obertrave, direkt bei der Musikhochschule.

Weihnachtsmarkt am Hansemuseum

Es bleibt abzuwarten, wie die Besucherresonanz am europäischen Hansemuseum in diesem Jahr ausfallen wird. Auf der Dachterrasse des Hansemuseums sind vereinzelte kleine Buden aufgebaut, aber eine gemütliche Weihnachtsmarkt-Stimmung kommt hier nicht auf. Darüber tröstet auch leider nicht die schöne Aussicht hinweg, die den Besuchern von der Dachterrasse aus über die Trave geboten wird.

Weihnachtsmarkt am Hansemuseum

Weihnachtsmarkt am Hansemuseum

Tagsüber wird die Eislaufbahn wahrscheinlich einige Besucher anziehen, gegen Abend wird ein Besucherstrom – trotz der geringen Distanz zum Koberg – aber wohl ausbleiben. Das Ganze ist zu weit abseits des Geschehens. Vom Rathausmarkt beträgt die Distanz einen Kilometer – vom Koberg aus nur 350 Meter.

Ungefähr 150 Verkaufsstände auf dem Lübecker Weihnachtsmarkt

Der Lübecker Weihnachtsmarkt umfasst circa 150 Verkaufsstände in mehreren aufeinanderfolgenden Marktarealen auf der Lübecker Altstadtinsel. Die Weihnachtsstände ziehen sich von der Petrikirche über die Rathaus-/Breite-/ und Sandstraße, den Marienkirchhof, den Koberg bis zum europäischen Hansemuseum. Der Weihnachtsmarkt im Heiligen-Geist-Hospital wurde 2017 aufgrund von Sanierungsarbeiten ins Hoghaus (Koberg 2, 23552 Lübeck) verlegt. „Weihnachtsstadt des Nordens“ – so lautet die offizielle Bezeichnung des Lübecker Weihnachtsmarktes, der in der Advents- und Weihnachtszeit von der Lübecker Marketinggesellschaft organisiert wird.

Riesenrad am Koberg

Riesenrad am Koberg

Die einzelnen Märkte, die über die Lübecker Altstadt verteilt sind, bieten den Besuchern jeweils unterschiedliche Schwerpunkte:

  • Im „Weihnachtswunderland“ am europäischen Hansemuseum finden sich spezielle Angebote für Familien. Ein Highlight ist eine Kunsteisbahn für Kinder.
  • In der Kulturkirche Petrikirche schlägt der Kunsthandwerkermarkt seine Zelte auf. So bieten rund 80 Aussteller im Kirchenraum modernes Kunsthandwerk aus verschiedenen Materialien, wie Glas, Holz, Eisen, Stein, Bronze, Seide und Leder an. Das Angebot wechselt innerhalb der dreiwöchigen Ausstellungszeit.
  • Der Weihnachtsmarkt in der Sandstraße.
  • Imbiss- und Verkaufsstände finden Besucher beim Weihnachtsmarkt in der Breiten Straße rund um die Fußgängerzone herum.
    Vorweihnachtszeit in der Breiten Straße bei Niederegger.
    Eine große Auswahl an Speisen und Getränken gibt es auf dem Weihnachtsmarkt auf dem Markt. Hier dürfen Besucher klassische Weihnachtsbuden und eine beleuchtete Tanne erwarten.
  • Ein historischer Weihnachtsmarkt findet im Marienkirchhof an der Marienkirche statt. In einer mittelalterlichen Kulisse stellen Schmuckhändler und Handwerker aus.
  • Besonders für kleine Besucher – und auch junggebliebene Erwachsene – dürfte der Märchenwald an der Marienkirche bei der Mengstraße für leuchtende Augen sorgen. In kleinen Hütten werden – umkreist von kleinen Tannenbäumen – bekannte Märchenszenen dargestellt und auf Holztafeln erläutert.
  • Der Weihnachtsmarkt auf dem Schrangen, zwischen der Königstraße und der Breiten Straße.
  • Ein maritimer Weihnachtsmarkt wartet auf Besucher auf dem Koberg. Höhepunkt ist sicherlich ein Riesenrad und eine Kulisse von Schiffswracks, Holzfässern und Netzen.
  • Der Kunsthandwerkermarkt Heiligen-Geist-Hospital. Ausnahmsweise ist dieser in diesem Jahr im Hoghaus zu finden. Bei diesem Kunsthandwerkermarkt werden Besucher rund 100 kleine Hütten in der Halle des historischen Spitals finden. Etwa 150 Kunsthandwerker aus Deutschland, Skandinavien, Frankreich, der Schweiz und den baltischen Staaten buhlen mit verschiedenen Produkten aus den Materialien Porzellan, Keramik, Holz, Glas, Metall, Messing, Papier und Textil um die Gunst der Besucher. Aus Rücksicht auf das historische Bauwerk ist der Kunsthandwerkermarkt nur etwa zehn Tage lang geöffnet. Im Untergeschoss werden leckere Waffeln und Getränke verkauft. Lesungen, Gesang und Musik werden die Verkaufsausstellung begleiten.
Weihnachtsstände an der Obertrave

Weihnachtsstände an der Obertrave

Ideal an kalten Wintertagen – der Glühwein

Glühwein ist heutzutage von einem Weihnachtsmarkt nicht wegzudenken. Es gibt ihn in den verschiedensten Kreationen, sowohl mit als auch ohne Alkohol. Mit der alkoholfreien Variante können sich somit auch die Kleinsten an einem kalten Wintertag aufwärmen. Doch seit wann gibt es Glühwein eigentlich und wer hat ihn erfunden?

Von den Griechen zu den Römern

Es waren ausnahmsweise nicht die Schweizer, welche die Idee für den Glühwein hatten. Grundsätzlich geht die Idee, Wein mit wohlriechenden Gewürzen zu verfeinern, auf die Menschen in der Antike zurück. In Griechenland wurden erste Belege für Rezepte gefunden, nach denen Wein mit weiteren Zutaten vermischt wurde. Ziel der damaligen Menschen war es aber nicht vorrangig, den Geschmack des Weines zu verbessern, sondern vor allem dessen Haltbarkeit zu verlängern. Auf diese Weise war es einfacher, den Wein in die verschiedensten Teile des Landes zu exportieren und über einen längeren Zeitraum zu lagern.
Das erste Getränk, das wirklich den Namen Glühwein verdient, wurde von den Römern gebraut. Dieser Prototyp des Glühweins enthielt neben Wein und Honig auch eine Reihe von Gewürzen. Auch im Mittelalter freuten sich die Menschen der damaligen Zeit daran, Wein während der Winterzeit mit Gewürzen zu genießen. Es dauerte schließlich bis ins 20. Jahrhundert, als der Glühwein fester Bestandteil des weihnachtlichen Brauchtums wurde.

Glühwein Rezept

Glühwein Rezept

Ein leckeres (und einfaches) Glühwein-Rezept

Glühwein selber zu brauen ist kein Buch mit sieben Siegeln, wie Du bei folgendem Rezept sicherlich sehen wirst. Um klassischen Glühwein, den Du von den Weihnachtsmärkten kennst, selber herzustellen, benötigst Du:

  • 1 Flasche trockenen Rotwein, wie beispielsweise Spätburgunder
  • 2 Stangen Ceylon-Zimt
  • 3 Gewürznelken
  • 1 Orange, in Scheiben geschnitten
  • 2 bis 3 Esslöffel Zucker, Honig oder Agavendicksaft
  • einige Kapseln Kardamom – je nach Geschmack
  • 1 Vanilleschote (optional)

Schritt 1: Zunächst erwärmst Du den Rotwein in einem großen Topf auf mittlerer Stufe. Achte hierbei unbedingt darauf, den Rotwein niemals zum Kochen zu bringen, denn ansonsten verdampft zum einen der Alkohol und zum anderen entstehen hierbei ungesunde Zuckerabbauprodukte!

Schritt 2: Beim Erwärmen fügst Du die restlichen Zutaten hinzu. Anstatt den Orangenscheiben kannst Du auch eine Zitrone verwenden – je nach Geschmack. Magst Du das intensive Aroma von Kardamom gerne, kannst Du dem Glühwein einige Kapseln hiervon hinzufügen.

Schritt 3: Anschließend nimmst Du den Topf vom Herd und lässt den Glühwein mitsamt den Zutaten etwa eine Stunde lang ziehen. Vor dem Servieren erwärmst Du das Getränk erneut und gießt das Ganze durch ein Sieb in die Tassen. In dem Sieb werden dann alle Gewürze aufgefangen. Nun ist der Glühwein genussfertig.

Dazu vielleicht ein leckerer Bratapfel mit Marzipan? Das Rezept dazu findest Du hier: Marzipan trifft Bratapfel.